Mehr als 900.000 Menschen nahmen am Samstag an der 33. Straßenparade in Zürich teil, die den Zentralbereich der Stadt in eines der größten Technofestivals der Welt verwandelte. Die Veranstaltung fand unter sonnigen Bedingungen mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius statt und zog riesige Menschenmengen an, die entlang der zwei Kilometer langen Paraderoute tanzten. Über 900 medizinische Behandlungen wurden von den Rettungsdiensten durchgeführt, während die Polizei den ganzen Tag über 46 Verhaftungen vornahm. Das Festival mit dem Thema "Together Move We" umfasste mehr als 200 Künstler auf neun Bühnen und beinhaltete rollende Musikplattformen, die als Love Mobiles bekannt waren und durch wichtige Bereiche der Stadt reisten.
Die Parade begann um 13:00 Uhr Ortszeit mit Aufführungen, die auf neun festen Bühnen entlang der Strecke begannen. Um 14:00 Uhr starteten die ersten von 30 Love Mobiles vom Utoquai und bewegten sich langsam durch Orte wie die Bellevue, Quaibrücke, Bürkliplatz, Mythenquai und Hafendamm Enge. Diese mobilen Bühnen trugen zur Atmosphäre bei und erlaubten den Teilnehmern, der Musik zu folgen, während sie sich durch die Stadt bewegten. Die Veranstaltung dauerte bis nach Mitternacht, wobei Musik und Tanz trotz der hohen Temperaturen bis tief in die Nacht hingen. Die Rettungsdienste berichteten, dass sie während der Veranstaltung 906 medizinische Eingriffe durchführten, was eine deutliche Zunahme im Vergleich zu den Vorjahren ist.
Viele dieser Fälle standen im Zusammenhang mit Hitze, Austrocknung und Verletzungen durch Massenbewegungen. Sanitärteams arbeiteten unermüdlich, um die Teilnehmer zu unterstützen, darunter Fälle, in denen Sanitäter aufgrund schwerer Erschöpfung oder Verletzungen Personen auf Tragen tragen mussten. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen blieb der Feierlichkeitsgeist unverändert, wobei viele Teilnehmer Schatten in der Nähe des Sees suchten oder Nebelsysteme und Wasserwerfer zum Abkühlen verwendeten. Die Polizeipräsenz wurde nach dem jüngsten Angriff auf den Christopher Street Day in Berlin Anfang dieses Monats erhöht.
Insgesamt 46 Personen wurden sowohl von der städtischen als auch der kantonalen Polizei festgenommen. Unter den Festgenommenen waren Personen, die wegen Diebstahls, Drogenhandels, Körperverletzungen und Verstößen gegen Ausländer- und Integrationsgesetze angeklagt waren. Von den Festgenommenen waren vier Schweizer Staatsbürger, während andere aus Ländern wie Italien, Gambia und Algerien kamen.
Der Einfluss des Festivals erstreckte sich über die Musik hinaus, wobei sich die Teilnehmer durch aufwendige Kostüme und Outfits ausdrückten, darunter die Influencerin Sara Leutenegger, deren Wahl der Kleidung bei den Teilnehmern und Beobachtern gleichermaßen besondere Aufmerksamkeit erregte.
Die Kombination aus Musik, Tanz und Gemeinschaftsgeist prägte die Erfahrung der 33rd Street Parade, die mit einem Gefühl kollektiver Feier und gemeinsamer Freude endete.
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