Die Behörden in Spokane, Washington, haben einen 37-jährigen Mann verhaftet, der verdächtigt wird, einen der drei großen Waldbrände in der Nähe der Stadt ausgelöst zu haben. Die Verhaftung erfolgt, während die Feuerwehrleute ihre Bemühungen fortführen, die Brände einzudämmen, die Hunderte von Häusern zerstört und Tausende von Bewohnern zur Evakuierung gezwungen haben. Laut Sheriff John Nowels wurde der Verdächtige von einem Zeugen in der Nähe des Ursprungsortes des größten Feuers, bekannt als das Old Trails Fire, beobachtet. Der Sheriff erklärte während einer Pressekonferenz, dass der Betroffene zuvor am Samstag in der Nähe des Waldbrands festgehalten worden war, bevor er auf Kaution freigelassen wurde.
Nach weiteren Untersuchungen, die den Verdacht gegen ihn bestätigten, wurde er erneut verhaftet und wegen Brandstiftung angeklagt, mit einer Kaution von 1 Million Dollar. Die Waldbrände brachen über das Wochenende in der Umgebung von Spokane aus, wobei Luftaufnahmen zeigten, dass zwischen 700 und 1.100 Strukturen von den Flammen verzehrt wurden.
In der Provinz British Columbia, Kanada, wurde der Ausnahmezustand wegen der unkontrollierten Waldbrände ausgerufen, die mehr als 20.000 Menschen zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen haben. Die Situation war besonders schlimm in der Stadt Summerland, die etwa 12.000 Einwohner hat.
Er versicherte den betroffenen Bewohnern, dass die Provinz notwendige Unterkünfte und Hilfe zur Verfügung stellen würde, wobei er die Priorität der Rettung von Leben und der Unterstützung von Rettungsoperationen betonte. Der kanadische Premierminister Mark Carney äußerte seine Dankbarkeit gegenüber den Feuerwehrleuten und anderen Notfallpersonal und erklärte, dass die Bundesregierung bereit ist, British Columbia bei Brandbekämpfungsmaßnahmen und Evakuierungen zu unterstützen.
Auch in anderen Provinzen wie Ontario und Quebec gab es in diesem Jahr erhebliche Waldbrände, die durch längere Zeiträume von Hitze und trockenem Wetter verschlimmert wurden. In Europa waren die Waldbrände weiterhin eine Herausforderung für die Rettungsdienste, insbesondere in Norditalien. Mehrere Waldbrände brachen in Friuli-Venezia Giulia aus, einer Region, die an Österreichs Kärnten grenzt, und brachten die örtlichen Feuerwehrleute in erhebliche Belastung. Die Situation war besonders angespannt entlang des Karstplateaus zwischen Monfalcone und Duino, wo Feuerwehrleute aus Monfalcone und Triest mit Panzerfahrzeugen ankamen. Zusätzliche Unterstützung erhielt der in Venedig ansässige Feuerwehrhubschrauber Drago.
Auf dem Berg Nero in der Nähe von Tarvis waren auch Forstarbeiter und freiwillige Feuerwehrleute an Einschränkungen beteiligt. Ein weiteres Feuer brach in der Nachbarschaft von Selz innerhalb der Gemeinde Ronchi dei Legionari aus. Die Waldbrände beeinträchtigten auch die Verkehrsinfrastruktur. Um den Zugang für Notfallkräfte zu gewährleisten, wurden am späten Samstagnachmittag zwei Fahrspuren der A4-Autobahn-Kreuzung in Lisert geschlossen.
Weiter südlich ereignete sich ein Waldbrand in der Nähe von Tignale am westlichen Ufer des Gardasees, was dazu führte, dass zusätzliche Notfallteams entsandt wurden. Im beliebten Touristenziel Lignano Sabbiadoro meldeten die Zivilschutzbehörden einen Waldbrand in der Übergangszone zwischen Vegetation und städtischen Gebieten.
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