Die 12. Ausgabe des Ljubljana Kurzfilmfestivals, FeKK, findet vom 17. bis 22. August an mehreren Orten in der Stadt statt. Das seit 12 Jahren laufende Festival wächst stetig in Umfang und Einfluss und zieht die Aufmerksamkeit des lokalen und internationalen Publikums auf sich. Das diesjährige Thema "Nauki Tema" (Wissensthema) wurde von Werner Herzogs Dokumentarfilm "Lektionen und Finsternis" aus dem Jahr 1992 inspiriert, einem Werk, das für seine Meditation über ökologische und Antikriegsthemen bekannt ist.
Für Kinder ab fünf Jahren wurde ein neuer internationaler Wettbewerb mit dem Namen FeKKids und für ältere Kinder ein neuer Wettbewerb mit dem Namen FeKK (8+) eingeführt.
Zunächst gab es nur etwa 50 Einreichungen für den slowenischen Wettbewerb, und die Teilnahme war auf etwa 50 oder 60 Personen beschränkt. Jetzt reicht die Anzahl der Einreichungen zwischen 170 und 180 für slowenische Filme allein, was eine lebendige Produktionsszene in einem kleinen Land widerspiegelt. Das öffentliche Interesse hat auch zugenommen, mit bis zu 300 Zuschauern, die sich bei günstigen Wetterbedingungen auf dem Metelkova-Museumplatz versammelten. Das internationale Programm konzentriert sich in diesem Jahr auf aktuelle Produktionen aus Südosteuropa, mit Werken aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro, Rumänien, Serbien, Zypern und Moldawien.
Diese Erweiterung unterstreicht die wachsende Bedeutung des regionalen Kinos und das Engagement des Festivals, verschiedene Stimmen zu präsentieren.In der Zwischenzeit wird das FeKK SLO die neuesten slowenischen Kurzfilme präsentieren, die einheimische Talente und Innovationen hervorheben.Ein Schlüsselelement des diesjährigen Festivals ist die Retrospektive, die Werner Herzog gewidmet ist, einem der einflussreichsten Filmemacher der Bewegung des Neuen Deutschen Kinos.Sein Dokumentarfilm Lektionen und Finsternis dient als zentrales Thema und regt zu Reflexionen über die Rolle des Kinos in der heutigen Welt an.
Auf der Festival-Website erklären die Organisatoren, wie die moderne Gesellschaft ständig mit Bildern von Krieg, ethnischen Säuberungen, Bränden, Überschwemmungen, politischer Gewalt und mehr bombardiert wird. Diese Ereignisse werden mit Werbung, Urlaubsmaterial, Memes und viralen Videos nebeneinander gestellt und schaffen eine Medienlandschaft, in der die Katastrophe zum Teil des täglichen Lebens geworden ist. Die Herausforderung besteht nicht nur darin, zu sehen, was passiert, sondern auch eine sinnvolle Perspektive lange genug zu behalten, um wirklich betroffen zu sein.
Die Kuratorinnen Lyse Ishimwe, Anne Duffau und Sanne Jehoul haben drei verschiedene Programme organisiert: Nova Ozemlja (New Lands), Vzpon Podivjanega (Rise of the Absurd) und Kar Preganja Deželo (Who Will Take Care of the Country). Jedes Programm untersucht Migration, Kriege, Kolonialismus, Extraktivismus und aktuelle soziale Krisen durch unterschiedliche ästhetische und politische Linsen. Die Online-Plattform des Festivals bietet auch Zugang zu einer Sammlung preisgekrönter Filme aus der letztjährigen Ausgabe sowie zu den besten slowenischen Videospots des Jahres.
Diese digitale Komponente sorgt für eine breitere Zugänglichkeit und ein kontinuierliches Engagement über die physischen Standorte des Festivals hinaus. Während sich das Festival auf die Eröffnung vorbereitet, wächst die Vorfreude bei den Teilnehmern und Teilnehmern, die die Schnittstelle von Kunst, Politik und globaler Geschichtenerzählung erkunden möchten.
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