Eine neue Studie des Complexity Science Hub und der ETH Zürich prognostiziert, dass das Wachstum von Megastädten bis 2100 langsamer sein wird als bisher angenommen. Laut der im Fachmagazin PNAS veröffentlichten Forschung könnte weltweit 450 Millionen Menschen weniger in Großstädten leben, als dies durch einfache Trendfortschreibung erwartet würde. Die Studie zeigt, dass mit zunehmender Urbanisierung eines Landes die Wachstumsrate von Großstädten im Vergleich zu anderen Städten desselben Landes abnimmt. In frühen Phasen der Urbanisierung wachsen Großstädte schneller als kleine Städte, während in bereits stark urbanisierten Ländern die Wachstumsunterschiede zwischen Groß- und Kleinstädten verringert werden. Die Forschenden erklären dies damit, dass in späturbanisierten Regionen wie Asien und Afrika die Anziehungskraft von Großstädten stärker ist, während in bereits gut urbanisierten Gebieten wie Europa oder Nordamerika das Wachstum gleichmäßiger verteilt ist.
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