Nach einer intensiven Hitzewelle, die in vielen Regionen Europas die Temperaturen auf Rekordwerte getrieben hat, warnen Experten vor einem scheinbar unbedeutenden, aber potenziell lebensbedrohlichen Phänomen: dem sogenannten „Gewitterasthma“. Dieses Phänomen, auch als „Thunderstorm Asthma“ (TSA) bekannt, tritt in bestimmten klimatischen Verhältnissen auf und kann plötzlich und ohne Vorwarnung viele Menschen gleichzeitig betreffen – insbesondere jene, die bereits an Allergien oder Asthma leiden.
Das Phänomen wurde erst richtig in den Focus gerückt, als im Jahr 2016 in Melbourne, Australien, nach einem schweren Gewittersturm mehrere tausend Menschen aufgrund von asthmatischen und allergischen Beschwerden in Krankenhäusern eingeliefert wurden. Laut Angaben von Jeroen Buters vom Zentrum für Allergie und Umwelt der Technischen Universität München waren an einem einzigen Tag 3.365 Personen aufgrund akuter Atemwegsbeschwerden in Notaufnahmen. Viele dieser Patienten mussten stationär aufgenommen werden, was das Zehnfache der üblichen Frequenz darstellt. Zudem kamen acht Menschen in diesem Zusammenhang leider ums Leben. Diese Ereignisse führten zu verstärktem Interesse an dem Thema und zur weiteren Untersuchung des Phänomens.
Die Symptome von „Gewitterasthma“ zeigen sich typischerweise zwischen 20 und 30 Minuten nach Beginn eines Gewitters. Während viele Allergiker und Gesunde sich freuen, wenn ein Gewitter die hitegeschwellte Luft abkühlt, kann sich die Situation rasch verschlechtern. Betroffen sind nicht nur Menschen mit bekanntem Asthma bronchiale, sondern auch jene mit anderen Atemwegsallergien wie allergischer Rhinitis. Tatsächlich haben viele Patienten mit TSA bereits vorher eine allergische Rhinitis als Grundvoraussetzung. Selbst Menschen, die unter milden Heuschnupfensymptomen leiden, können unter dem Einfluss eines Gewitters einen schwereren Asthmaanfall erleben.
Die Ursachen für dieses Phänomen liegen in der Wechselwirkung zwischen Wetterbedingungen und Allergenen. Vor allem Pollen von Gräsern und Pilzsporen werden im Vorfeld eines Gewitters stark aufgewirbelt. Während des Gewitters kommt es aufgrund der elektrostatischen Aufladung und der erhöhten Luftfeuchtigkeit dazu, dass diese Pollen und Sporen osmotisch aufquellen und anschließend platzen. Dabei werden die allergieauslösenden Substanzen in die Umgebungsluft freigesetzt und durch starke Windströmungen in großer Menge in die Nähern der Erdoberfläche transportiert. Dies führt dazu, dass die Allergene schneller und intensiver in die Atemwege gelangen.
Zusätzlich wird vermutet, dass die Pollen durch das Gewitter leicht geöffnet werden und dadurch ihre Allergene schneller freisetzen können. Dies ermöglicht es, dass kleine, lungengängige Teilchen in die Bronchien eindringen und somit eine verstärkte Reaktion auslösen. Gleichzeitig werden durch das Gewitter auch gröbere Partikel aus Erdmaterial, Bakterien oder Schimmelsporen in die Luft befördert, was die Belastung für die Atemwege noch weiter erhöht.
In der Folge dieser Ereignisse rufen Experten zu Vorsicht auf, insbesondere in Zeiten hoher Hitze und bevor kommende Gewitterstürme drohen. Die Kombination aus extremen Temperaturen und plötzlichen Wetteränderungen könnte das Risiko für „Gewitterasthma“ erhöhen. Daher empfehlen Fachleute, besonders bei Menschen mit Allergien oder Asthma, auf die Wettervorhersage zu achten und bei Anzeichen von Unwohlsein rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
2 reports
KurierParty-alignedCenter5 days ago After heat: Warning for 'thunderstorm asthma'Der Artikel beschreibt das Phänomen des sogenannten „Gewitterasthmas“ (Thunderstorm Asthma), das bei bestimmten heißen Wetterbedingungen auftreten kann und zu starken Atemwegsbeschwerden führen kann. Es wird erwähnt, dass dieses Phänomen weltweit bekannt wurde, insbesondere durch einen Ereignis im Jahr 2016 in Melbourne, wo nach einem Gewittersturm zahlreiche Menschen in Krankenhäuser eingeliefert wurden und acht Menschen starben. Die Forschung deutet darauf hin, dass bei Gewittern besonders viele Allergene in der Luft vorhanden sind, was zu verstärkten allergischen Reaktionen führen kann. Betroffen sind sowohl Menschen mit Asthma als auch jene mit allergischer Rhinitis. Der Artikel erklärt, dass die Symptome oft 20 bis 30 Minuten nach Beginn eines Gewitters auftreten und dass Pollen und Pilzsporen eine zentrale Rolle spielen.
Bias read (Center): Der Artikel präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse und berichtet objektiv über ein medizinisches Phänomen ohne politische Bewertung oder parteiengeschichtliche Hintergründe. Es wird keine Seite bevorzugt, sondern lediglich Fakten und Forschungsergebnisse wiedergegeben.
oe24IndependentCenter5 days ago That's how dangerous the treacherous "wind asthma" is.The article titled 'So gefährlich ist das tückische „Gewitterasthma“' from oe24.at discusses the dangers of 'thunderstorm asthma,' a condition where individuals with existing respiratory issues experience exacerbated symptoms during thunderstorms due to increased pollen and air pollution levels. The piece highlights how these weather-related factors can trigger severe allergic reactions and asthma attacks, particularly among vulnerable populations such as children and the elderly. It emphasizes the importance of awareness and preparedness, suggesting that people with respiratory conditions should take precautions during stormy weather. The article does not present any specific data or expert opinions but focuses on raising public consciousness about the potential health risks associated with thunderstorms.
Bias read (Center): The article presents information about a medical phenomenon without overtly endorsing or opposing any political stance. While it raises concerns about public health, it does not frame the issue through a partisan lens or emphasize ideological positions. The tone remains informative and balanced, as它
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