Einige Zeit nach der Veröffentlichung des Artikels „Smarter Wasserhahn im Eigenbau“ in *heise+* hat sich die Idee eines selbstgebauten smarten Wasserhahns weiter verbreitet. Der Beitrag beschreibt, wie ein einfaches, aber effektives System zur Automatisierung eines Gartendurchflusses entworfen wurde, um unerwünschte Wasserschäden zu vermeiden. Die Technologie basiert auf einer Kombination aus Hardware und Software, die es ermöglichen, den Durchfluss von Wasser fernbedient und automatisch zu steuern.
Der Entwickler, Jens Hackel, berichtet, dass er das Projekt aus Sicherheitsgründen ins Leben gerufen hat. Da der Wasserhahn an seinem Haus besonders ungünstig platziert ist, besteht die Gefahr, dass ein undichter oder geplatzter Schlauch den Kellerabgang beschädigt. Um dies zu verhindern, hat er ein eigenständiges System entwickelt, das von seinem Smartphone aus gesteuert werden kann und gleichzeitig mit dem Smart Home-System synchronisiert wird. Das System ist nicht nur einfach, sondern auch sicher, da es lokal, also ohne Cloud, betrieben wird und bei niedrigen Temperaturen den Wasserfluss unterbricht.
Zentrale Komponenten des Systems sind ein Magnetventil, ein ESP8266-Module sowie ein Raspberry Pi mit der Software ioBroker. Diese Kombination ermöglicht eine präzise Steuerung des Wasserflusses. Der Magnetventil wird über das ESP8266 angesteuert, wobei die Logik der Steuerung in ioBroker implementiert wird. Ein eigenes Interface wurde mit VIS erstellt, um die Steuerung intuitiv und benutzerfreundlich zu gestalten. Die gesamte Installation benötigte etwa zwei bis drei Stunden und kostete zwischen 130 und 180 Euro, abgesehen von ggf. zusätzlichen Kosten für den Installateur.
Für die Materialien wurden spezifische Teile ausgewählt, darunter ein Magnetventil von Bürkert (Modell 6281EV, Nummer 221898), ein WeMos D1 Mini, ein Step-down-Wandler (24 V auf 5 V), ein 24-V-Netzteil mit 20 W, ein 5-V-Relaismodul für Arduino, eine Sicherung mit 800 mA und ein Halterungsmodul (optional). Zusätzlich wurden eine Lochrasterplatine, ein Kunststoffgehäuse und Teile für den Taster benötigt. Werkzeug wie Lötkolben, Seitenschneider, Cutter und eine Heißklebepistole waren ebenfalls erforderlich.
Der Artikel gibt zudem Tipps für die Implementierung, einschließlich der Voraussetzungen, wie eine laufende Instanz von ioBroker und Erfahrung mit dem System. Es wird empfohlen, vor dem Start des Projekts mit dem Smart Home-System vertraut zu werden. Die vollständige Anleitung und weitere Details finden sich im Originalartikel, der nur mit einem heise-Plus-Abo zugänglich ist.
Die Idee, einen smarten Wasserhahn selbst zu bauen, hat inzwischen Interesse geweckt, sowohl bei Privatanwendern als auch bei Fachleuten. Viele sehen darin eine sinnvolle Innovation, die nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Effizienz im Umgang mit Wasser verbessert. In Zukunft könnte solch ein System weiterentwickelt werden, um noch mehr Funktionen zu bieten, wie beispielsweise Integration mit anderen Smart Home-Geräten oder eine höhere Genauigkeit bei der Temperaturmessung.
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