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Big cities warn of the Reich's heating law
Germany🏛️ Politics23 days ago

Big cities warn of the Reich's heating law

The article discusses Germany's proposed 'Heating Law' (Gebäudemodernisierungsgesetz), which aims to modernize heating systems by promoting renewable energy sources such as heat pumps and district heating networks. However, the law has been criticized by several major German cities like Hamburg, Frankfurt, and Munich, who argue it creates uncertainty and could hinder investments in climate-friendly heating solutions. The law relaxes requirements for new heating systems to include at least 65% renewable energy and allows fossil fuel-based heating systems to remain in use longer. Critics worry a

Großstädte wie Hamburg, Frankfurt und München warnen vor den Konsequenzen des neuen Heizungsgesetzes, das von der Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) initiiert wurde. Das Gesetz, das im Bundestag verhandelt wird, zielt darauf ab, die heutigen Pflichten für erneuerbare Energien bei Neubaueinheiten zu lockern. Bislang mussten neu eingebaute Heizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Der Entwurf von Reiche würde diese Pflicht abschaffen und gleichzeitig den Ausbau von fossilen Heizsystemen bis 2045 ermöglichen. Dies löst Alarm in den Städten aus, da sie befürchten, dass Investitionen in klimafreundliche Heiztechnologien blockiert werden könnten.

Die Stadtbewohner und lokale Behörden warnen, dass der Gesetzentwurf die Wärmewende behindern könnte. Insbesondere der Ausbau von Fernwärme, einer Schlüsseltechnologie für die Energiewende, sei durch den Entwurf gefährdet. Die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) erklärt, dass der Gesetzesentwurf den dringend benötigten Ausbau der Fernwärme erheblich beeinträchtigen würde. Für die Wärmenetze ist es entscheidend, dass genug Haushalte an das Netz angeschlossen werden, um Investitionen wirtschaftlich zu gestalten. Wenn jedoch viele Bürger weiterhin auf Gas- und Ölheizungen setzen, wird die Wirtschaftlichkeit der Wärmenetze in Frage gestellt.

Neben der Fernwärme wird auch die Wärmepumpe als zentrale Technologie der Wärmewende angesehen. Die Investitionen in Wärmepumpen könnten durch den Entwurf ausgebremst werden, da die Sicherheit und Planungssicherheit für die Zukunft weniger klar sind. Die Städte befürchten, dass der Gesetzentwurf zu Unklarheiten führen und Investoren davon abhalten könnte, in klimafreundliche Heizlösungen zu investieren. Dies könnte langfristig die Energiewende verlangsamen und die Klimaziele Deutschlands erschweren.

Die Kritik kommt nicht nur von den Städten, sondern auch von den Bundesländern. Im Bundesrat hat eine breite Mehrheit der Umweltminister der Länder den Gesetzentwurf abgelehnt. Die Anträge Niedersachsens, die die bisherigen Regeln beibehalten wollten, wurden vom Umweltausschuss unterstützt. Der niedersächsische Umwelt- und Energieminister Christian Meyer (Die Grünen) betont, dass die 65-Prozent-Regelung für erneuerbare Energien eine zentrale Leitplanke für die Wärmewende sei und nicht aufgeweicht werden dürfe. Er kritisiert die Pläne, das Verbot für fossile Heizungen bis 2045 zu streichen, als klimapolitischer Irrsinn.

Der Gesetzentwurf von Reiche sieht vor, dass Gas- und Ölheizungen künftig mit einem steigenden Anteil an klimaneutralen Brennstoffen betrieben werden können. Dabei soll eine „Bio-Treppe“ eingerichtet werden, bei der der Pflichtanteil von klimafreunden Brennstoffen schrittweise erhöht wird. Vermieter müssten dabei die Hälfte der Netzentgelte, des CO₂-Preises und der Kosten für biogene Kraftstoffe tragen. Experten warnen jedoch, dass die Kosten für biogene Kraftstoffe hoch sein könnten, da diese aktuell kaum verfügbar sind. Zudem wird das Gesetz von Fachpolitikern als „in die falsche Richtung weisend“ und „handwerklich mangelhaft“ bezeichnet.

Die Situation im Bundesrat ist brisant, obwohl das Gesetz dort nicht zustimmungspflichtig ist. Zunächst muss das Gesetz im Bundestag behandelt werden, wobei die erste Lesung am 11. Juni geplant ist. Danach tagt der Bundesrat. Die Länder, die strengere Klimaziele verfolgen, fordern eine Anpassung der sogenannten Länderöffnungsklausel, um den Ländern die Möglichkeit einzuräumen, eigene Heizungsregeln zu erlassen. Diese Forderung wird von den Ausschüssen des Bundesrats unterstützt, da sie die Flexibilität der Länder stärkt und die Klimaziele sicherstellen soll. Die Debatte um das Heizungsgesetz zeigt, wie komplex die Energiewende im Gebäudesektor ist und wie unterschiedliche Interessen und Prioritäten aufeinanderprallen.

2 reports

CORRECTIV logoCORRECTIVIndependentCenter23 days ago
Big cities warn of the Reich's heating law

The article discusses Germany's proposed 'Heating Law' (Gebäudemodernisierungsgesetz), which aims to modernize heating systems by promoting renewable energy sources such as heat pumps and district heating networks. However, the law has been criticized by several major German cities like Hamburg, Frankfurt, and Munich, who argue it creates uncertainty and could hinder investments in climate-friendly heating solutions. The law relaxes requirements for new heating systems to include at least 65% renewable energy and allows fossil fuel-based heating systems to remain in use longer. Critics worry a

Bias read (Center): The article presents the controversy around the proposed legislation without taking a clear stance. It includes perspectives from both critics (cities and environmental groups) and does not explicitly favor one side over the other. The language remains neutral, focusing on the potential economic and

Der Spiegel logoDer SpiegelIndependentLeft25 days ago
Katherina Reiche: Federal states oppose new heating law

The proposed Building Modernization Act faces opposition in the Federal Council, with a majority of state environment ministers rejecting key aspects of the legislation. The draft aims to repeal the previous 'Heating Law' introduced by former Green Economy Minister Robert Habeck, which required new heating systems to operate at least 65% with renewable energy. If passed, the new law would allow homeowners to continue using gas and oil heating systems and remove the ban on fossil fuel heating by 2045. Critics argue the proposal undermines climate goals and promotes reliance on fossil fuels.

Bias read (Left): The article frames the proposed legislation as a threat to climate goals and criticizes it for promoting fossil fuels, aligning with environmental concerns typically associated with left-leaning perspectives. It highlights opposition from state environment ministers and emphasizes the potential harm

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