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Greece: Hunting for the poisonous harehead puffer
Germany🏛️ Politics4 days ago

Greece: Hunting for the poisonous harehead puffer

The article discusses a pilot program in Greece offering financial incentives to fishermen for catching the toxic 'Hasenkopf-Kugelfisch' (Lagocephalus sceleratus), commonly known as the 'poisonous rabbit-head fish.' The initiative targets professional fishermen around Crete and in the southern Aegean, paying €5.33 per kilo caught. Fishermen associations support the program, citing the fish’s impact on their livelihoods and local ecosystems. The species, originally from the Indian Ocean and Pacific, entered the Mediterranean via the Suez Canal and was first recorded in 2003. Scientific models suggest it negatively affects biodiversity due to its adaptability and lack of natural predators. While the fish is dangerous—containing the neurotoxin Tetrodotoxin (TTX)—the Greek Center for Marine Research (HCMR) notes only one reported case of human bites and minimal risk to swimmers. The program aims to reduce damage to fishing gear and prevent native species displacement, drawing inspiration from Turkey’s successful similar efforts. Greek Agriculture Minister Margaritis Schinas acknowledges limited expected results, emphasizing population control rather than eradication.

Griechenland hat kürzlich ein Pilotprogramm eingeführt, das Fischer in bestimmten Regionen des Landes mit einer Prämie belohnt, wenn sie den sogenannten "giftigen Hasenkopf-Kugelfisch" fangen. Diese Maßnahme richtet sich besonders auf Berufsfischer rund um Kreta und in der südlichen Ägäis. Für jedes gefangene Kilo dieser invasive Fischart sollen 5,33 Euro gezahlt werden. Das Programm wurde von Fischerei-Verbänden begrüßt, da der Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) den Fischern Probleme bereitet und das lokale Ökosystem beeinträchtigt. Der Fisch, der normalerweise etwa 40 Zentimeter lang und bis zu neun Kilogramm schwer sein kann, stammt ursprünglich aus dem Indischen Ozean und dem Pazifischen Ozean. Durch den Suezkanal gelangte er ins Mittelmeer, wo er erstmals im Jahr 2003 nachgewiesen wurde. Obwohl es nur wenige gezielte Studien zur Auswirkung des Hasenkopfs auf die Biodiversität gibt, deuten wissenschaftliche Modelle darauf hin, dass er negative Effekte hat. Die Art sei anpassungsfähig und besitze kaum natürliche Fressfeinde, so das Griechische Zentrum für Meeresforschung (HCMR).

Der Hasenkopf-Kugelfisch ist zwar giftig, doch die Gefahr für Badegäste bleibt gering. Laut dem HCMR wurde bislang nur ein einziger Vorfall gemeldet, bei dem ein Badender im Jahr 2022 gebissen wurde. Zudem gab es einen weiteren Fall, bei dem fünf ausländische Matrosen den Fisch angeln und verzehren konnten, was zu Vergiftungserscheinungen führte, allerdings nicht zum Tod. Der Fisch enthält das Nervengift Tetrodotoxin (TTX), das die Weiterleitung von Reizen in den Nerven blockiert. Allerdings wird betont, dass die Risiken für Menschen äußerst gering sind – viel häufiger führen Verletzungen durch das heimische Petermännchen zu Unfällen. Die Prämie wird nicht für Badegäste, sondern primär für Fischer gezahlt, da der Hasenkopf ihre Netze zerstört und sie leerfressen kann. Gleichzeitig vermehrt sich die Art rasch, was heimische Arten verdrängt.

In der Türkei, wo der Hasenkopf bereits seit Jahren ein Problem darstellt, existieren ähnliche Prämienprogramme. Dort wurden im vergangenen Jahr etwa 290.000 Hasenköpfe gefangen, was Schätzungen zufolge 22 Millionen neue Individuen verhindert haben soll. Dieses Modell wird dort als erfolgreich angesehen. Der griechische Minister für ländliche Entwicklung und Ernährung, Margaritis Schinas, betont jedoch, dass die Ausrottung des Fischs nicht möglich sei. Stattdessen solle das Programm dazu dienen, die Population vor allem während der Laichzeit zu begrenzen und gleichzeitig die Fischer zu unterstützen, deren Arbeit durch den Hasenkopf erschwert wird. Schinas warnte davor, dass der Hasenkopf-Kugelfisch "leider gekommen, um zu bleiben", was bedeutet, dass die Herausforderung langfristig bestehen werde.

Die Initiative zeigt, wie schwierig es ist, invasive Arten effektiv zu bekämpfen. Während die Prämie für Fischer eine kurzfristige Lösung darstellt, bleibt die Frage, ob sie langfristig genug ist, um die Ausbreitung des Hasenkopfs einzudämmen. Wissenschaftler warnen, dass ohne weitere Maßnahmen die Auswirkungen auf das ökologische Gleichgewicht zunehmen könnten. Gleichzeitig unterstreichen die Verbände, dass die finanzielle Unterstützung für die Fischer unverzichtbar sei, da die Kosten durch den Hasenkopf enorm sind. Die Zukunft des Programms hängt davon ab, ob es in andere Regionen Griechiens ausgedeckt werden kann und ob zusätzliche Forschung zur Verbesserung der Strategie beiträgt. Die Regierung wird voraussichtlich prüfen, ob das Pilotprogramm auf andere Gebiete ausgeweitet werden sollte oder ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, um die Situation kontrolliert zu halten.

2 reports

Frankfurter Allgemeine (FAZ) logoFrankfurter Allgemeine (FAZ)Independent🔒Center4 days ago
Greece: Hunting for the poisonous harehead puffer

The article discusses a pilot program in Greece offering financial incentives to fishermen for catching the toxic 'Hasenkopf-Kugelfisch' (Lagocephalus sceleratus), commonly known as the 'poisonous rabbit-head fish.' The initiative targets professional fishermen around Crete and in the southern Aegean, paying €5.33 per kilo caught. Fishermen associations support the program, citing the fish’s impact on their livelihoods and local ecosystems. The species, originally from the Indian Ocean and Pacific, entered the Mediterranean via the Suez Canal and was first recorded in 2003. Scientific models suggest it negatively affects biodiversity due to its adaptability and lack of natural predators. While the fish is dangerous—containing the neurotoxin Tetrodotoxin (TTX)—the Greek Center for Marine Research (HCMR) notes only one reported case of human bites and minimal risk to swimmers. The program aims to reduce damage to fishing gear and prevent native species displacement, drawing inspiration from Turkey’s successful similar efforts. Greek Agriculture Minister Margaritis Schinas acknowledges limited expected results, emphasizing population control rather than eradication.

Bias read (Center): The article presents balanced information by including perspectives from both fishermen associations and scientific institutions like the HCMR. It reports on government initiatives without overtly favoring either side, though it highlights the economic and ecological concerns raised by stakeholders.

Der Spiegel logoDer SpiegelIndependentCenter4 days ago
Greece: Government suspends bounty on poisoned harehead pufferfish

Griechenland hat ein Pilotprogramm eingeführt, bei dem Fischer in bestimmten Regionen eine Prämie von 5,33 Euro pro Kilo erhalten, wenn sie den invasiven Hasenkopf-Kugelfisch fangen. Die Art, die ursprünglich aus dem Indischen Ozean und Pazifik stammt und über den Suezkanal ins Mittelmeer gelangt ist, zerstört Fischernetze, verdrängt heimische Arten und kann giftig sein. Wissenschaftler warnen vor negativen Auswirkungen auf das Ökosystem, obwohl es bisher nur wenige Studien zu diesem Thema gibt. In der Türkei, wo der Fisch bereits länger ein Problem darstellt, wird das Prämienmodell als Erfolg angesehen, da dort etwa 290.000 Exemplare gefangen wurden, was Schätzungen zufolge 22 Millionen Individuen verhindert hätte.

Bias read (Center): Das Artikel thematisiert ein politisches Handeln der griechischen Regierung, jedoch bleibt die Darstellung sachlich und neutral. Es erwähnt sowohl die Problematik des Hasenkopf-Kugelfisches als auch die positiven Effekte des Prämienprogramms, ohne eine klare parteiliche Haltung zu zeigen. Die Quelle

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