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GEAS: EU law to be tightened to deter asylum seekers
Germany🏛️ Politics21 days ago

GEAS: EU law to be tightened to deter asylum seekers

Germany and the European Union have implemented a major reform to their asylum laws, known as the 'Gemeinsames Europäisches Asylsystem' (GEAS). The reform introduces preliminary checks at EU external borders and expedited procedures for asylum seekers from countries with low asylum approval rates. This aims to deter asylum applications by increasing border control measures.

Die Ausweitung des gemeinsamen europäischen Asylsystems (GEAS) an den Außenborder der Europäischen Union markiert einen tiefgreifenden Kurswechsel in der Migrationspolitik. Mit dem Inkrafttreten der Reform am Freitag wurde ein neues Instrument eingeführt, das Asylsuchende an den EU-Außengrenzen vor der vollständigen Bearbeitung ihres Antrags prüfen und gegebenenfalls rasch ablehnen soll. Der Hauptzweck dieses Systems ist es, die Kontrolle an den Grenzen zu stärken und gleichzeitig die Anzahl der Asylbewerber zu reduzieren, indem potenziell unbedingte Fälle rasch abgewiesen werden. Die Reform wird als Teil einer „Migrationswende“ verstanden, die sowohl innerhalb Deutschlands als auch auf europäischer Ebene umgesetzt werden soll.

Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt betont, dass die neue Regelung dazu dienen soll, die Sicherheit an den Grenzen zu gewährleisten und die Verfahrensabläufe zu vereinfachen. Dabei sollen besonders Asylsuchende aus Ländern mit geringen Anerkennungsquoten – wie Pakistan, Iran, Russland, die Türkei, Venezuela, Nigeria oder die Demokratische Republik Kongo – in schnelle Grenzverfahren gelangen. Diese Personen sollen während des Verfahrens in geschlossenen Lagern bleiben und nach maximal 12 Wochen bei einem negativen Bescheid in ihr Heimatland abgeschoben werden. Die EU-Statistikbehörde Eurostat bestätigt, dass in diesen Ländern die Anerkennungsquote unter 20 Prozent liegt, wodurch die Annahme von Asylansuchen als unbegründet gestützt werden kann.

Die Umsetzung der Reform löst jedoch auch kontroverse Reaktionen aus. Migrationsexperten wie Gerald Knaus, der bereits Berater der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel war, warnen davor, dass die neuen Regeln möglicherweise nicht effektiv umgesetzt werden können. Laut Knaus sei das Vorverfahren an den Grenzen zwar theoretisch möglich, aber in der Praxis habe es bislang nicht funktioniert. Er befürchtet, dass viele abgelehnte Asylbewerber stattdessen in andere EU-Länder migrieren könnten, obwohl die Verantwortung für solche Fälle eigentlich bei den Ländern liegt, in denen sie erstmals einreisen. Zudem glaubt Knaus, dass die meisten Asylsuchenden, insbesondere aus Afghanistan und Syrien, weiterhin in reguläre Verfahren einzureichen sein werden, da deren Anerkennungsquote über 20 Prozent liegt. Diese Gruppe werde somit nicht von den neuen Regeln betroffen sein.

Zudem wird diskutiert, ob die Abwehr von Asylsuchenden tatsächlich zu einer Reduktion der Gesamtanzahl führen wird. Knaus argumentiert, dass die neuen Regeln lediglich die Verfahrensabläufe straffen, aber nicht die grundlegenden Probleme lösen. Er warnt vor der Gefahr, dass die Reform die Migration nicht stoppen, sondern vielmehr verlagern könnte. Gleichzeitig betont Dobrindt, dass die neuen Regeln dazu dienen sollen, die Kontrolle an den Grenzen zu erhöhen und die Verfahren zu beschleunigen, um die Sicherheit der EU-Grenzen zu schützen.

Die Umsetzung der GEAS-Reform wird nun in den nächsten Wochen und Monaten unter Beobachtung stehen. Ob die neuen Regeln tatsächlich die erwarteten Effekte erzielen, bleibt noch abzuwarten. Die Diskussion um die Reform zeigt, dass die Migrationspolitik in Europa weiterhin ein hochbrisantes Thema bleibt, das sowohl politische als auch ethische Debatten auslösen kann.

2 reports

Süddeutsche Zeitung logoSüddeutsche ZeitungIndependent🔒Center21 days ago
GEAS external border facility at BER: a place for people who want to leave quickly

The article discusses the GEAS (Grenzschutz und Aufenthaltsverwaltung) external border facility at Berlin-Tegel Airport (BER), describing it as a place for people who are meant to leave quickly.

Bias read (Center): The article appears to provide factual information without overtly favoring one side. It describes the function of the GEAS facility but does not present biased language, one-sided sourcing, or editorializing that would indicate a clear ideological lean.

Deutsche Welle (Deutsch) logoDeutsche Welle (Deutsch)State / PublicRight22 days ago
GEAS: EU law to be tightened to deter asylum seekers

Germany and the European Union have implemented a major reform to their asylum laws, known as the 'Gemeinsames Europäisches Asylsystem' (GEAS). The reform introduces preliminary checks at EU external borders and expedited procedures for asylum seekers from countries with low asylum approval rates. This aims to deter asylum applications by increasing border control measures.

Bias read (Right): The article frames the new asylum system as a deterrent measure through increased border controls and expedited procedures, emphasizing security and order. It highlights statements from German Interior Minister Alexander Dobrindt (CSU), who supports stricter migration policies, without providing a平衡

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