Die aktuelle Studie der DAK-Gesundheit in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat erstaunliche Ergebnisse zum Online-Shoppingverhalten junger Menschen offenbart. Laut der Untersuchung geben bis zu 1200 Euro pro Jahr junge Menschen im Alter von 10 bis 17 Jahren online aus. Diese Zahl ist besonders alarmierend, da sie zeigt, wie stark das Verhalten von Jugendlichen durch soziale Medien und Influencer beeinflusst wird. Der Bericht basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1005 Jugendlichen und ihren Eltern, die im Zeitraum vom 24. September bis 12. Oktober 2025 durchgeführt wurde. Die Studie legt nahe, dass die digitale Welt für junge Menschen immer stärker in den Vordergrund rückt und ihr Konsumverhalten tiefgreifend verändert.
Die Ergebnisse zeigen, dass 47 Prozent der Jugendlichen durch Werbung auf sozialen Medien auf Produkte aufmerksam werden, während 40 Prozent durch Empfehlungen von Influencern. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig die Rolle von Influencern im Leben junger Menschen geworden ist. Gleichzeitig warnte die Studienleiterin Kerstin Paschke davor, dass die starke Präsenz von Influencern und algorithmisch gesteuerten Werbestrategien potenziell gefährlich sein könnte. Sie betonte, dass junge Menschen aufgrund ihrer neurobiologischen und psychologischen Entwicklung besonders empfänglich für manipulative Marketingmethoden sind. 1,2 Prozent der Jugendlichen gelten bereits als "problematische Online-Käufer", wobei Mädchen leicht häufiger betroffen sind als Jungen.
Mit zunehmendem Alter ändern sich die Gewohnheiten der Jugendlichen deutlich. So gaben 28,5 Prozent der 14- bis 17-Jährigen an, mindestens einmal monatlich online einzukaufen. Fast 40 Prozent der Jugendlichen stöbern mindestens einmal pro Woche in Online-Shops, was zu signifikanten Ausgaben führt. 12,2 Prozent der Befragten gaben an, bis zu 1200 Euro pro Jahr auszugeben. Etwa ein Drittel kaufte für 10 bis 20 Euro im Monat ein, während ein weiteres Viertel zwischen 21 und 50 Euro ausgab. Die beliebtesten Plattformen sind Amazon, gefolgt von chinesischen Plattformen wie Temu und Shein, die vor allem durch niedrige Preise und Glücksspielelemente attraktiv sind.
Die Studie weist zudem auf die Art und Weise hin, wie Jugendliche ihre Kaufentscheidungen treffen. Im Fokus stehen vor allem Lifestyle- und Trendprodukte, wobei Kleidung, Schuhe und Accessoires am meisten genutzt werden (66,9 Prozent). Elektronikprodukte folgen mit 43,6 Prozent, gefolgt von Medien- und Unterhaltungsangeboten (31,2 Prozent) sowie Beauty- und Pflegeprodukten (29,7 Prozent). Die Studie betont, dass die Jugendlichen oft aufgrund von sozialer Orientierung an Influencern und algorithmisch beeinflussten Impulsen handeln. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Jugendliche im Umgang mit kommerziellen Inhalten zu schützen und zu unterstützen.
Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, forderte Eltern, Schulen und politische Entscheidungsträger auf, aktiv zu werden und die Jugendlichen besser zu schützen. Er betonte, dass es für die Zukunft entscheidend sei, dass Kinder und Jugendliche lernen, Werbung und kommerzielle Interessen hinter sozialen Medien zu erkennen. Die Studie gibt also nicht nur eine Bilanz, sondern auch eine Warnung vor den Risiken, die mit dem massiven Einfluss von Influencern und digitalen Werbestrategien verbunden sind.
Neben den konsumbezogenen Aspekten der Studie gibt es auch weitere Entwicklungen im Bereich der Steuerpolitik, die sich auf Influencer beziehen. In Nordrhein-Westfalen wurde 2025 eine eigene Taskforce für Influencer geschaffen, um die steuerlichen Aspekte der Arbeit von Influencern zu untersuchen. Hierbei zeigte sich, dass viele Influencer ohne Steuernummer arbeiten und dadurch Steuerverluste verursachen. Das Hessische Finanzministerium betont, dass die Grenze zwischen privater Darstellung und wirtschaftlicher Tätigkeit oft verschwimmt, weshalb eine sorgfältige Prüfung erforderlich ist. Bis 2025 wurden bereits 50 Betriebsprüfungen in der Kategorie "Influencer/Content Creators" abgeschlossen, wobei die Steuerkasse zusätzliche Millionen Euro einströmen konnte.
Diese Entwicklungen zeigen, dass sowohl der Konsumverhalten junger Menschen als auch die steuerliche Situation von Influencern in den letzten Jahren stark verändert haben. Die Studie der DAK-Gesundheit und die steuerlichen Maßnahmen der Finanzämter unterstreichen, dass es dringend notwendig ist, neue Strategien und Regelungen zu entwickeln, um sowohl die Sicherheit der Jugendlichen als auch die Transparenz im Influencer-Bereich zu gewährleisten. Die Zukunft wird wahrscheinlich von einer intensiveren gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen Themen geprägt sein.
3 reports
heise onlineIndependentCenterFactual 95Objective 9020 days ago DAK Study: Teens Spend Up to 1,200 Euros Online Each YearThe article discusses the growing influence of influencers and social media on the online shopping behavior of children and teenagers aged 10 to 17 in Germany. According to a special analysis by the health insurance company DAK-Gesundheit and the University Medical Center Hamburg-Eppendorf (UKE), 47% of young people become aware of products through social media advertising, while 40% discover them via influencer recommendations. The study also identifies 1.2% of youth as problematic online shoppers, with girls slightly more affected than boys. It notes that while most young people do not shop
Bias read (Center): The article presents factual data from a study without overtly biased language or selective sourcing. It focuses on the impact of social media and influencers on youth shopping habits, which is a non-political topic.
Why these scores (Factual 95 · Objective 90): This article closely mirrors the content of article 1, presenting the same study findings with precise figures and quotes. It maintains a balanced tone, focusing on reporting the research without overt bias or emotional language.
Der SpiegelIndependentCenterFactual 90Objective 8520 days ago Influencers - The Big Persuaders of Young Online ShoppersThe article discusses the growing influence of influencers and social media on the online shopping behavior of children and teenagers in Germany. According to a study by the health insurance company DAK-Gesundheit and the University Medical Center Hamburg-Eppendorf (UKE), 47% of children and adolescents aged 10–17 become aware of products through social media advertising, while 40% discover them via influencer recommendations. The study also highlights concerns about problematic online purchasing behavior among some young people, with 1.2% of those aged 10–17 classified as problematic buyers.
Bias read (Center): The article presents factual data from a study without overtly biased language or framing. It reports findings objectively, citing specific percentages and sources without taking a stance on the issue.
Why these scores (Factual 90 · Objective 85): The article accurately reports on the DAK-Gesundheit and UKE study regarding influencer impact on youth shopping behavior. Data points like 47% influenced by ads and 40% by influencers are clearly stated. The tone remains mostly neutral though slightly critical of the influence.
Die ZeitIndependentCenterFactual 75Objective 7017 days ago Social media: Revenue with ice bath Tax investigators check influencersThe article discusses how tax authorities are increasingly scrutinizing influencers' income, particularly those who earn money through social media platforms like YouTube and TikTok. It highlights challenges faced by tax offices in understanding and regulating the financial activities of influencers, including affiliate marketing and product promotions. The article mentions North Rhine-Westphalia's creation of a special task force in 2025 to address these issues.
Bias read (Center): The article presents factual information about tax authorities examining influencer income without taking a clear stance or using biased language. It focuses on the practical challenges faced by tax agencies rather than promoting any particular ideological perspective.
Why these scores (Factual 75 · Objective 70): The article discusses tax authorities examining influencers but lacks specific data or quotes from official sources. It references Hessian and NRW actions but does not provide concrete examples or statistics. The facts are plausible but not deeply supported.
★
Keep the news honest.
ObjectiveNews is reader-funded and ad-free — we show you the bias instead of hiding it. Support independent journalism for €5/month.
Become a Supporter