Der private Besuch des ehemaligen Präsidenten Jacob Zuma in Indien hat in südafrikanischen politischen Kreisen Kontroversen ausgelöst, mit unterschiedlichen Reaktionen von Regierungsvertretern. Ministerin Khumbudzo Ntshavheni kritisierte den Besuch und argumentierte, dass er das Strafjustizsystem und die Außenpolitik Südafrikas untergräbt, insbesondere in Bezug auf die Bemühungen, die flüchtigen Gupta-Brüder auszuliefern. Sie äußerte Besorgnis, dass Regierungsvertreter im Ausland das Gesetz wahren sollten, anstatt Personen zu helfen, die sich strafrechtlichen Anklagen stellen. Im Gegensatz dazu verteidigte Außenminister Lindiwe Mashatile das diplomatische Protokoll und erklärte, dass Botschaften routinemäßig ehemalige Staatsoberhäupter während internationaler Engagements unterstützen. Er nannte seinen eigenen jüngsten Besuch in Indien als ein Beispiel für eine solche Unterstützung.
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel formuliert die Kritik an Zumas Besuch aus dem Blickwinkel der institutionellen Integrität und der rechtlichen Rechenschaftspflicht und orientiert sich an den fortschrittlichen Werten der Wahrung der Rechtsstaatlichkeit.



