Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) testen ein von dem ETH-Spin-off Parquery entwickeltes System, um die Genauigkeit der Informationen über die Auslastung von Zügen in ihrer mobilen App zu verbessern. Derzeit basieren diese Informationen auf Prognosemodellen, die auf historischen Daten beruhen, was manchmal zu ungenauen Schätzungen der Personenanzahl führen kann. Der neue Ansatz nutzt vorhandene Überwachungskameras und künstliche Intelligenz, um die Anzahl der Fahrgäste, die in Echtzeit in Züge einsteigen, zu zählen. Das Unternehmen gibt an, dass die Genauigkeit bei 98 Prozent liege. Parquery betont, dass die Technologie keine Gesichtserkennung durchführt oder Videodaten speichert und ausschließlich unabhängig von Überwachungssystemen arbeitet. Obwohl erste Tests Herausforderungen aufgedeckt haben, wie beispielsweise die Verfolgung von Personen, die beim Einsteigen Hüte abnehmen, gibt das Unternehmen an, dass die künstliche Intelligenz so trainiert werden kann, dass diese Probleme überwunden werden. Die SBB beschreiben das Projekt als einen Machbarkeitsnachweis und weisen darauf hin, dass die Einführung möglicherweise bis 2029 dauern könnte und noch ungewiss ist. Geplant ist, frühzeitig die zuständigen Datenschutzbehörden des Bundes zu konsultieren.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel wahrt einen neutralen Ton, indem er technische Aussagen mit unternehmerischer Vorsicht ausgleicht und auf frühere Datenschutzstreitigkeiten Bezug nimmt, ohne dabei Partei zu ergreifen.


