Der zambianische Oppositionsführer Brian Mundubile wurde zusammen mit 17 anderen Personen, darunter seinem Kandidaten Makebi Zulu, nach Angaben seines Anwalts offiziell wegen Hochverrats angeklagt. Die Anklage kommt nach einer umstrittenen Präsidentschaftswahl, bei der der amtierende Präsident Hakainde Hichilema mit 60% der Stimmen eine zweite Amtszeit gewann, während Mundubile 38% erhielt. Nach der Wahl führten Sicherheitskräfte einen Überfall in Lusaka durch, der zum Tod eines ehemaligen Kabinettsministers und zur Verhaftung mehrerer Politiker führte. Mundubile und Zulu suchten unter Druck des Präsidenten Zuflucht in einer Einrichtung der Vereinten Nationen, bevor sie den Behörden übergeben wurden. Die Opposition konnte die Wahlergebnisse nicht vor Gericht anfechten, da der Zugang zu Gerichten eingeschränkt war.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt die Situation sachlich dar und zitiert sowohl die Anschuldigungen gegen den Oppositionsführer als auch den Kontext des Wahlstreits.



