Kleine Kinder und schwangere Frauen wurden wegen eines wachsenden Salmonellen-Ausbruchs in Großbritannien geraten, laufende Eier zu vermeiden. Die Food Standards Agency (FSA) hat Warnungen an schutzbedürftige Gruppen, darunter Personen unter fünf Jahren, über 65 Jahren und schwangere Frauen, ausgegeben und ihnen geraten, sich beim Essen im Freien von unzureichend gekochten oder laufenden Eiern fernzuhalten. Diese Anleitung folgt Berichten über über 200 Krankheiten und einen Tod im Zusammenhang mit dem Ausbruch, wobei die Fälle alle Altersgruppen von unter einem bis 90 Jahre umfassen. Die UK Health Security Agency (UKHSA) hat erklärt, dass der Ausbruch mit dem Verzehr von importierten Eiern in Verbindung gebracht werden kann. Untersuchungen laufen, um die genaue Quelle der Kontamination aufzuspüren.
Die meisten betroffenen Personen befinden sich in England, wobei London die höchste Anzahl von Fällen unter den englischen Regionen meldet. Die FSA hat klargestellt, dass in Großbritannien produzierte Eier nicht in den aktuellen Ausbruch verwickelt sind. Hühner, die diese Eier produzieren, werden gegen allgemeine Salmonellenstämme geimpft, wodurch sie sicherer für den Verzehr sind.
Der aktuelle Ausbruch ist jedoch ungewöhnlich groß und breitet sich schnell aus, was zur Vorsicht bei Personen mit höherem Risiko führt. Der Ausbruch hat zu umfangreichen epidemiologischen und Lebensmittelkettenuntersuchungen geführt, um den Ursprung der Kontamination zu bestimmen. Durch Interviews mit 114 infizierten Personen identifizierte die UKHSA fünf Lebensmittelunternehmen, in denen in den Wochen vor ihrer Erkrankung mehrere Fälle aufgetreten waren. Diese Unternehmen sind mit insgesamt 24 Fällen verbunden. Salmonellen, eine Art Bakterien, die im Verdauungstrakt von Tieren wie Rindern, Schweinen und Hühnern vorkommen, können durch unsachgemäß gekochte oder kontaminierte Lebensmittel auf den Menschen übertragen werden.
Salmonellen-Infektionen führen typischerweise zu leichten Symptomen wie Erbrechen, Magenkrämpfen, Durchfall und Fieber, die sich normalerweise 12 bis 72 Stunden nach der Exposition manifestieren. Der aktuelle Ausbruch hat jedoch schwerwiegendere Folgen gezeigt, wobei 38 Prozent der betroffenen Personen einen Krankenhausaufenthalt benötigten und zwei potenziell lebensbedrohliche Infektionen im Blutkreislauf erlitten. Hannah Charles, die führende Epidemiologin der UKHSA für gastrointestinale Infektionen, stellte fest, dass der Ausbruch zusammen mit der FSA und anderen öffentlichen Gesundheitsbehörden untersucht wird.
Frisch zubereitete Produkte, die rohe Eier enthalten, wie Mayonnaise, Soufflé und Hollandaise-Sauce, sollten ebenfalls vermieden werden. Verbraucher werden gebeten, beim Kauf von Eiern nach dem British Lion-Zeichen oder dem Laid in Britain Egg Assurance Scheme zu suchen, um sicherzustellen, dass sie sicher stammen. Richtiges Händewaschen und gründliches Kochen sind unerlässlich, um die Ausbreitung von Salmonellen zu verhindern. Die UKHSA hat seit dem 11. August 2025 207 Fälle gemeldet, davon 199 in England, sechs in Schottland, einer in Wales und einer in Nordirland. Die Agentur arbeitet weiterhin mit Gesundheitsbehörden zusammen, um die genaue Ursache des Ausbruchs zu bestimmen und Maßnahmen zur Verhinderung zukünftiger Vorfälle zu ergreifen.
Es werden öffentliche Sensibilisierungskampagnen durchgeführt, um Verbraucher darüber aufzuklären, wie sie Symptome einer Salmonelleninfektion erkennen und darauf reagieren können.
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