Präsident Paul Biya, der am längsten amtierende Führer der Welt, hat sich nur wenige Wochen nach der Ankündigung seiner längeren Abwesenheit aus Kamerun erneut dazu entschlossen, die militärische Hierarchie umzugestalten. Der 92-jährige Herrscher, der seit 1982 im Amt ist, erließ mehrere Dekrete aus Genf, Schweiz, wo er seit seiner Abreise vom Land am 7. Juni verbleibt. Seine jüngsten Beförderungen in den Streitkräften erfolgen inmitten wachsender Besorgnis über seinen Aufenthaltsort und die Stabilität der Exekutive. Die Umstrukturierung folgt einem Muster ähnlicher Bewegungen. Nach einem politischen Umbruch im benachbarten Gabun, der den Fall der Bongo-Familie bewirkte, passte Kamerun seine militärische Führung schnell an.
Im Sommer dieses Jahres setzte er den Trend fort, indem er mehrere Offiziere in höhere Ränge beförderte, alles von seinem derzeitigen Standort aus. Das Timing und der Kontext dieser Aktionen haben Online-Diskussionen ausgelöst, insbesondere auf Social-Media-Plattformen. Viele kamerunische Bürger stellen die Transparenz des Prozesses und die Begründung für die Entscheidungen in Frage.
Während seiner fast 60-tägigen Abwesenheit hat er mehrere Dekrete unterzeichnet, darunter auch die Genehmigung von Krediten von internationalen Finanzinstituten. Neben der Umstrukturierung des Militärs hat Biya die Ankündigung eines neuen Kabinetts nach der Wahl im vergangenen Jahr verzögert. Eine neu geschaffene Position des Vizepräsidenten bleibt frei und wirft Augenbrauen unter politischen Analysten auf. Die Verzögerung hat zu Forderungen nach größerer Rechenschaftspflicht und Klarheit in Bezug auf die Regierungsstrukturen geführt.
Vor zwei Jahren wurde den Medien verboten, über Biyas Zustand zu berichten, eine Einschränkung, die inzwischen teilweise aufgehoben wurde. Allerdings erklärte der Kommunikationsminister René Emmanuel Sadi kürzlich in einem Interview mit RFI, dass Biya am Leben sei und in Kürze nach Kamerun zurückkehren werde.
"Die Exekutivgewalt wird im Herzen der Nation ausgeübt, nicht durch Rauchsignale oder Telepathie aus Hotelsuiten auf der anderen Seite der Welt", bemerkte Mota in einer kürzlich veröffentlichten Erklärung. "Während sich die politische Landschaft weiter verändert, werden sich die Auswirkungen von Biyas Handlungen sowohl im Inland als auch auf internationaler Ebene wahrscheinlich im Laufe der Zeit entfalten.
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