Der Streik, der am 8. August begann, hat nach Vorwürfen, dass die BHP die Arbeiter mit Entlohnung bedroht hat, wenn sie nicht zur Arbeit zurückkehren, eskaliert. Dies geschieht, während das Unternehmen weiterhin mit den Combined Ports Unions über Bedingungen im Zusammenhang mit Löhnen, Bedingungen und Arbeitsbelastung verhandelt. Der teilweise Streik zielte zunächst auf bestimmte Arbeitsbereiche ab, entwickelte sich jedoch schnell zu einem vollständigen Streik, nachdem die Arbeiter angeblich unter Druck standen, ihre Aufgaben wieder aufzunehmen.
Laut Gewerkschaftsvertretern wurde die Drohung mit finanziellen Verlusten genutzt, um die Teilnahme am Protest zu verhindern. "BHP muss verstehen, dass die Combined Ports Unions nicht durch Drohungen oder Einschüchterung abgeschreckt werden", erklärte Craig Beveridge, der Staatssekretär der AWU.
In der Zwischenzeit schloss sich eine andere Gruppe von Arbeitern, die für die Versorgung der etwa 450 Kilometer landeinwärts gelegenen Newman-Mine mit Hochspannungsstrom verantwortlich sind, dem Streik an und nahm an einem 12-stündigen Arbeitsstopp teil. Trotz der Störung bestätigte BHP, dass die Schiffsbelastung während des Streiks fortgesetzt wurde, wobei die Schiffe den Hafen gemäß regelmäßigen Zeitplänen verließen, die von den Gezeiten und der Hafenplanung beeinflusst wurden.
Die Stadt unterstützt die Bemühungen, das Problem friedlich zu lösen. Die Ministerin für Industriebeziehungen, Simone McGurk, forderte beide Seiten auf, einen offenen Dialog aufrechtzuerhalten und betonte die Wichtigkeit, eine Vereinbarung zu treffen, um die Stabilität in der Region Pilbara, einem wichtigen wirtschaftlichen Zentrum für Westaustralien, zu gewährleisten.
"Ich fordere die Parteien auf, sich weiterhin zu treffen, um eine Einigung zu erzielen", sagte sie und unterstrich die Bedeutung des Gebiets für die nationale Wirtschaft. Die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der BHP dauern seit Oktober an, wobei bisher 11 formelle Verhandlungssitzungen ohne Erfolg durchgeführt wurden. Ein früherer Streik im Juli, der acht Stunden dauerte, verursachte Berichten zufolge minimale Störungen. Trotz dieser Rückschläge hat keine Seite weitere Maßnahmen ausgeschlossen. Die Gewerkschaften bleiben vorsichtig, während die BHP versprochen hat, bei der nächsten Verhandlungssitzung mit der Fair Work Commission am 18. August einen aktualisierten Vorschlag vorzulegen.
Da die Spannungen anhalten, wird das Ergebnis dieser Gespräche bestimmen, ob die gegenwärtige Pattsituation zu einer Lösung führt oder sich zu weiteren Aktionen ausdehnt.
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