Die Auswirkungen der Steuervereinbarungen auf Grenzgänger sind im Kanton Graubünden zunehmend sichtbar geworden, wo finanzielle Anreize einst die Arbeit über die schweizerisch-italienische Grenze sehr attraktiv machten.
Dario Castagnoli, Mitglied des Vorstands von Repower, einem großen Energieunternehmen mit Sitz in Poschavio, stellte fest, dass zum ersten Mal seit vier Jahren ein Kandidat aus der Region Valtellina ein Angebot aufgrund eines niedrigeren Gehalts im Vergleich zu ähnlichen Positionen in Mailand abgelehnt hat. Dies markiert eine Verschiebung in der Landschaft der grenzüberschreitenden Beschäftigung, da die steuerlichen Auswirkungen die Attraktivität der Arbeit in Grisons für italienische Einwohner erheblich reduziert haben. Das neue Steuervertrag, der vor fast drei Jahren in Kraft getreten ist, scheint greifbare Auswirkungen auf die lokale Belegschaft zu haben.
Seitdem hat sich das Wachstum jedoch erheblich verlangsamt, wobei in zwei Jahren nur etwa 200 zusätzliche Genehmigungen erteilt wurden. Im ersten Quartal 2026 sind etwa 10.200 Grenzgänger im Kanton beschäftigt, von denen etwa 90 Prozent in Italien ansässig sind. Während einige Sektoren relativ unberührt bleiben, erleben andere bemerkenswerte Veränderungen.
Er räumte jedoch ein, dass erhöhte Reisezeiten dazu führen könnten, dass Einzelpersonen alternative Möglichkeiten an anderer Stelle in Betracht ziehen. Umgekehrt zeigt die Baubranche trotz des Steuervertrags weiterhin ein starkes Interesse an den Grisonen. Maurizio Pirola, Präsident des Verbandes der Bündner Bauherren, hob hervor, dass die Löhne in diesem Sektor tendenziell höher sind als in anderen Bereichen. Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen, einschließlich Schwierigkeiten bei der Anziehung neuer Arbeitnehmer. Er warnte davor, dass zukünftige Mängel auftreten könnten, wenn derzeitige grenzüberschreitende Arbeitnehmer ohne ausreichende Ersatzkräfte in Rente gehen.
Claudio Dietrich, Besitzer des Waldhaus Hotels in Sils Maria, stellte fest, dass die Rekrutierung nach der Pandemie eine Herausforderung wurde, sich aber seitdem stabilisiert hat. Obwohl die Einstellung schwierig bleibt, ist die Anzahl der Bewerbungen leicht gestiegen. Eine Sorge für Arbeitgeber wie Dietrich ist die Unsicherheit in Bezug auf die steuerlichen Verpflichtungen neuer Grenzgänger. Diese Mehrdeutigkeit macht es schwierig, klare Erwartungen bezüglich des Gehalts der Mitarbeiter zu stellen. Marcus Caduff, Direktor des Wirtschaftsministeriums, betonte, dass die Tourismusbranche mit Risiken konfrontiert ist, die mit potenziellen Arbeitskräftemangel aus dem Ausland zusammenhängen.
Er wies darauf hin, dass sich die Lohnunterschiede verringern, was Fragen aufwirft, ob die Arbeitnehmer bereit wären, für längere Zeiträume zu pendeln, wenn der finanzielle Anreiz weiter abnimmt.
Während die Diskussionen zwischen den Interessenträgern fortgesetzt werden, zeigt die sich entwickelnde Dynamik der grenzüberschreitenden Arbeit, dass eine laufende Bewertung der Wirtschaftspolitiken erforderlich ist, die sich auf beide Regionen auswirken.Arbeitgeber, politische Entscheidungsträger und Arbeitnehmer müssen diese Veränderungen bewältigen, um nachhaltige Beschäftigungspraktiken zu gewährleisten, von denen alle Beteiligten profitieren.
2 Berichte
SRF NewsStaatlich / öffentlichMitteFaktentreue 85Objektivität 78vor 3 Tagen Wirkung von Steuerabkommen – Als Grenzgänger nach Graubünden? «Verdiene in Mailand mehr»Die Auswirkungen des Steuervertrags zwischen der Schweiz und Italien werden in den verschiedenen Sektoren des Kantons Grisons unterschiedlich wahrgenommen. Während einige Branchen wie der Bauwirtschaft aufgrund höherer Löhne attraktiv bleiben, stehen andere wie die Energiewirtschaft vor Herausforderungen, da Grenzgänger aus Italien sich für Jobs in Mailand entscheiden, wo sie mehr verdienen können.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen ausgewogenen Überblick über die Auswirkungen des schweizerisch-italienischen Steuerabkommens auf verschiedene Sektoren in Graubünden; er enthält die Perspektiven verschiedener Vertreter der Branche und hebt sowohl die Herausforderungen als auch die sektorspezifischen Vorteile hervor, ohne offen eine bestimmte Sichtweise oder politische Position zu bevorzugen.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 85 · Objektivität 78): The article reports on the impact of the tax treaty between Switzerland and Italy on border workers in Graubünden, citing specific quotes from Dario Castagnoli and Maurizio Michael. It provides statistical data on the number of border workers and trends over time. The information aligns with the cro
Le TempsUnabhängig🔒Mittegestern Die Schweiz hat in 15 Jahren 31 Milliarden Franken an Öl- und Gasimporten vermieden, so der WWFNach Angaben des World Wildlife Fund (WWF) hat die Schweiz im Laufe von fünfzehn Jahren durch Energieeffizienzmaßnahmen und Investitionen in erneuerbare Energien den Import von Öl und Gas im Wert von 31 Milliarden Schweizer Franken vermieden. Der Bericht unterstreicht den Erfolg des Landes bei der Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Wirtschaftswachstums. Er betont Maßnahmen wie verbesserte Isolationsstandards, Förderung der Solarenergie und industrielle Energieeinsparungsinitiativen. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Schweiz als Vorbild für andere Nationen dient, die den Übergang zu nachhaltigen Energiesystemen anstreben.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert Daten des WWF, ohne offen bestimmte politische Ideologien oder Parteien zu unterstützen.Während das Thema sich auf die Energiepolitik - ein politisch sensibler Bereich - bezieht, ist er eher als eine sachliche Bewertung des Fortschritts der Schweiz als eine parteiische Kritik gefasst.
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