Das Außenministerium Pakistans bestätigte am Donnerstag, dass es beabsichtigt, die Staats- und Regierungschefs aller Mitgliedsländer der Shanghai Cooperation Organisation (SCO) für den bevorstehenden Gipfel in Islamabad im nächsten Jahr einzuladen.
Nach Angaben des pakistanischen Außenamtes ist der Einladungsprozess ein Standardverfahren für das Gastland, und Pakistan hat die Verantwortung dafür zu sorgen, dass alle Mitglieder der regionalen Gruppierung eingeschlossen sind. Die Erklärung betonte, dass Einladungen an alle Staats- oder Regierungschefs ausgedehnt werden, die auf höchster Ebene teilnehmen möchten.
Diese Vorfälle führten zu einer scharfen Verschlechterung der diplomatischen Beziehungen, wobei beide Nationen einander vorwarfen, Gewalt zu schüren und die Aktivitäten von Militanten innerhalb ihrer Gebiete nicht einzudämmen. Das Außenministerium Pakistans bestätigte nicht, ob Indiens Außenminister S. Jaishankar während des jüngsten Treffens des ASEAN Regional Forum (ARF) in Manila ein privates Treffen mit seinem pakistanischen Amtskollegen gefordert hatte.
Die Beziehungen zwischen Indien und Pakistan haben einen historischen Tiefstand erreicht, ohne dass es zu einem dauerhaften Dialog kam, da der Prozess des zusammengesetzten Dialogs im Zuge der Bombay-Attacken 2008 ausgesetzt wurde. Diese Angriffe, die der in Pakistan ansässigen Gruppe Lashkar-e-Taiba zugeschrieben werden, führten zum Tod von 166 Menschen und schädigten das Vertrauen zwischen den beiden atomwaffnen Nachbarn erheblich.
Als Reaktion auf einen solchen Vorfall, den Pahalgam-Terroranschlag in Jammu und Kaschmir im vergangenen Jahr, verhängte Indien eine Reihe von Strafmaßnahmen, darunter eine viertägige Militäroperation gegen terroristische Infrastruktur in Pakistan und die Aussetzung des Induswasservertrags von 1960, einer kritischen Vereinbarung über die Wasserteilung zwischen den beiden Nationen. Trotz der aktuellen Feindseligkeit könnte die Aussicht, dass Modi an dem SCO-Gipfel in Islamabad teilnimmt, ein potenzielles Auftauen der bilateralen Beziehungen bedeuten.
Der für nächstes Jahr geplante SCO-Gipfel wird unter anderem Führer aus acht Mitgliedsstaaten wie China, Russland, Iran und Afghanistan zusammenbringen. Als Gastgeber hat Pakistan erheblichen Einfluss innerhalb der Organisation und dürfte seine Position zur Förderung der regionalen Stabilität und Zusammenarbeit nutzen. Die Situation unterstreicht das komplexe Zusammenspiel geopolitischer Interessen in Südasien, wo sowohl Indien als auch Pakistan strategische Partnerschaften suchen, um den Einfluss des anderen auszugleichen.
Die genaue Art der Einladung an Modi, einschließlich des Zeitpunkts und des Formulars seiner Teilnahme, ist noch nicht abgeschlossen. Beide Länder werden die Entwicklungen weiterhin genau beobachten, wobei Diplomaten und Analysten auf Anzeichen einer Deeskalation oder eines erneuten Engagements achten.
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