Die Regierungskreditkosten weltweit haben ihre höchsten Niveaus seit Jahrzehnten erreicht, angetrieben durch die zunehmende Angst vor der Instabilität des US-Anleihemarktes. Die Situation hat sich aufgrund der Besorgnis um die Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump und seine anhaltenden Spannungen mit dem Iran verschärft, die zu steigenden Inflationserwartungen beitragen. Diese Entwicklungen haben einen weit verbreiteten Ausverkauf von US-Staatsanleihen ausgelöst, was Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte hat. Infolgedessen sind die Renditen der Staatsschulden im Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland und Japan stark gestiegen, was die erhöhte Unsicherheit über die Richtung der globalen Wirtschaftspolitik widerspiegelt.
Der Anstieg der Kreditkosten war besonders ausgeprägt in den Vereinigten Staaten, wo die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihen 5% überschritten hat und damit das höchste Niveau seit 2007 erreicht hat. Eine Anleihe fungiert als ein Darlehen, das von Investoren an einen Kreditnehmer, typischerweise eine Regierung oder ein Unternehmen, vergeben wird. Die Rendite, die die Rendite darstellt, die ein Investor für den Besitz der Schuld verdient, steigt, wenn die Nachfrage der Investoren sinkt, was die Anleihekurse niedriger treibt.
Zudem koordinierte Washington mit Tokio die Unterstützung des japanischen Yen, um eine übermäßige Volatilität in den globalen Währungen zu verhindern. Trotz dieser Interventionen waren die Auswirkungen flüchtig. Am Tag der Ankündigung sanken die Renditen zunächst, aber sie hoben sich innerhalb weniger Tage wieder auf, was einen Großteil des früheren Rückgangs umkehrte. Angesichts der kritischen Rolle der US-Staatsanleihen in der globalen Finanzwelt hat der Aufwärtstrend der US-Kreditkosten zu einem entsprechenden Anstieg der Renditen für andere Nationen geführt.
In Deutschland sind die Renditen auf das Niveau von 2011 zurückgekehrt, in Frankreich haben sie ein 16-Jahreshoch erreicht. In Japan haben die Kreditkosten ebenfalls einen seit 1996 nicht mehr gesehenen Höchststand erreicht. Die Besorgnis der Investoren beruht auf mehreren Schlüsselfaktoren. Der Zusammenbruch der diplomatischen Gespräche über den US-Israel-Konflikt mit dem Iran hat Alarm ausgelöst über mögliche Eskalationen, die den globalen Handel und die Energieversorgung stören könnten. Gleichzeitig hat die US-Staatsverschuldung die Schwelle von 40 Billionen Dollar überschritten und sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt.
Diese massive Schuldenansammlung hat Befürchtungen ausgelöst, dass die von Trump vorgeschlagene Fiskalpolitik, die durch erhebliche Steuersenkungen und erhöhte Staatsausgaben gekennzeichnet ist, langfristig nicht nachhaltig ist.
Analysten wie Albert Edwards von der Société Générale schlagen vor, dass die Unberechenbarkeit sowohl der Iran-Krise als auch der Trump-Administration ein schwieriges Umfeld für Geldpolitiker geschaffen hat.
Ähnliche Zweifel haben sich bezüglich des britischen Premierministers Andy Burnham gezeigt, während sich Frankreich auf einen großen Wahlkampf im Jahr 2027 vorbereitet, inmitten zunehmender politischer Spaltungen. Auch Japan steht vor internen Herausforderungen, da es versucht, die öffentlichen Investitionen trotz bereits hoher Schulden und eines schwachen Yen zu steigern. Einige Experten argumentieren, dass die jüngsten Yen-Stabilisierungsmaßnahmen, die von Washington ergriffen wurden, teilweise durch Befürchtungen motiviert waren, dass die sinkende japanische Nachfrage nach US-Staatsanleihen die Zuverlässigkeit des US-Anleihemarktes untergraben könnte. Vor der gemeinsamen Intervention hatte Tokio US-Regierungswerte verkauft, um Liquidität für Yen-Käufe zu generieren, wodurch die Anleihekurse sinken und die Renditen steigen.
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