In der Demokratischen Republik Kongo (DRK) sind seit der Bekanntgabe eines Ebola-Ausbruchs im Mai über 2.700 Menschen gestorben. In den vergangenen 100 Tagen wurden mehr als 5.600 Fälle im Land bestätigt. Im vergangenen Monat wurde ein separater Ebola-Ausbruch in Uganda erklärt, der zu zwei Todesfällen führte. Ebola ist eine seltene, aber schwere Krankheit, die hauptsächlich in Afrika südlich der Sahara vorkommt.
Der aktuelle Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo wird dem Bundibugyo-Virus zugeschrieben. Dieser Ausbruch markiert den 17. in der Geschichte der Demokratischen Republik Kongo und ist der größte aller Zeiten geworden und hat den vorherigen schlimmsten Ausbruch von 2018 bis 2020 übertroffen. Die Bemühungen, die Ausbreitung zu kontrollieren, standen vor Herausforderungen, da viele Gesundheitspersonal während der Behandlung krank wurden. Über 160 Frontarbeiter wurden infiziert, von denen mehr als 40 gestorben sind. Julien Harneis, der leitende Ebola-Koordinator der Vereinten Nationen, beschrieb die Situation als "brutal" und bemerkte, dass der Ausbruch jetzt ein Gebiet umfasst, das größer ist als Frankreich.
Ärzte ohne Grenzen hat die Verbesserung der Ausbildung von Gesundheitspersonal und Gemeindeführern bei der Erkennung von Fällen sowie die Verbesserung der Infektionsprävention und -kontrolle gefordert. Trotz dieser Aufrufe breitet sich der Ausbruch weiter aus und sorgt für Besorgnis bei den Beamten des Gesundheitswesens. Derzeit gibt es keine zugelassenen Impfstoffe oder Behandlungen speziell für das Bundibugyo-Virus. Die DRK-Regierung suchte jedoch Zugang zum Ervebo-Impfstoff aus dem globalen Impfstoffbestand für Ebola-Viruskrankheit, der von der Internationalen Koordinierungsgruppe für Impfstoffversorgung verwaltet wird.
Die Weltgesundheitsorganisation stellte fest, dass es unklar ist, ob Ervebo Schutz gegen das Bundibugyo-Virus bei Menschen bietet, vorläufige Studien in Labors und bei Tieren jedoch auf einen gewissen potenziellen Nutzen hindeuten.
Das ECDC erklärte, dass das Infektionsrisiko für Personen, die in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum leben, sehr gering bleibt, obwohl es noch Lücken in der Überwachung und epidemiologischen Daten gibt. Die Gesundheitsbehörden verfolgen die Situation weiterhin genau und betonen die Bedeutung der Aufrechterhaltung robuster Eindämmungsstrategien und der Sicherstellung angemessener Ressourcen für die betroffenen Regionen. Da der Ausbruch anhält, sind internationale Zusammenarbeit und Unterstützung weiterhin von entscheidender Bedeutung, um die anhaltenden Herausforderungen des Virus zu bewältigen.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden