Am Mittwochnachmittag begann das Feuer im Dorf Saumos und hat sich seitdem auf etwa 10.000 Hektar erweitert, etwa die Größe von Paris.
Das erste Feuer brach in Saumos aus, einem beliebten Urlaubsort, und bewegte sich schnell in Richtung Le Porge und später Lège-Cap-Ferret. Am Donnerstagabend hatte sich ein weiteres Feuer in der Nähe von Biscarrosse, südlich von Bordeaux, entzündet, was die Situation weiter verschärfte. Dieses zweite Feuer zwang die Evakuierung von rund 23.000 zusätzlichen Menschen, von denen viele Touristen waren, die sich auf Campingplätzen und Ferienunterkünften aufhielten.
Die Evakuierten wurden in vorübergehende Unterkünfte in nahe gelegenen Städten umgesiedelt, darunter eine Kongresshalle in Bordeaux. Einige wurden per Boot von Cap Ferret, einer von den Bränden stark betroffenen Halbinsel, transportiert, während andere mit dem Zug in größere Städte wie Bordeaux und Paris reisten. Die lokalen Behörden koordinierten diese Bewegungen und sorgten dafür, dass die Vertriebenen Grundbedürfnisse wie Nahrung und Unterkunft erhielten. In der Zwischenzeit gewährte die Gendarmerie die Sicherheit an den verlassenen Standorten, verhinderte Plünderungen und sorgte für die Sicherheit der zurückkehrenden Bewohner, sobald die Bedrohung nachließ.
Insgesamt 1.500 Feuerwehrleute sind derzeit an der Eindämmung beteiligt, unterstützt von zahlreichen Wasserbombenflugzeugen und Hubschraubern aus verschiedenen Teilen Frankreichs. Zusätzliche Hilfe wird von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union beantragt, wobei Präsident Emmanuel Macron von Ländern wie Kroatien, Portugal, der Tschechischen Republik und der Slowakei um Hilfe ersucht. Diese Nationen werden voraussichtlich Feuerwehrressourcen zur Bewältigung der Krise entsenden. Die Wetterbedingungen bleiben für die Eindämmung sehr ungünstig, wobei Temperaturen bis zu 39 Grad Celsius und unvorhersehbare Winde die Operationen erschweren.
Der regionale Wetterdienst warnte vor anhaltenden Hitzewellen, die die Situation weiter verschlimmern könnten. Trotz dieser Herausforderungen setzen die Feuerwehrleute ihre Arbeit fort und konzentrieren sich auf die Schaffung von Brandschutzmaßnahmen und die Sicherung der kritischen Infrastruktur, um die Ausbreitung der Flammen auf besiedelte Gebiete zu verhindern.
Die starken Winde haben die Flammen mit Geschwindigkeiten von bis zu vier Kilometern pro Stunde vorangetrieben, was die Eindämmung zunehmend schwieriger macht. Die Feuerwehrleute arbeiten unermüdlich daran, die Gemeinden vor der vorrückenden Feuerfront zu schützen, indem sie sowohl Bodenbesatzungen als auch Luftunterstützung einsetzen.
Mit der Sommersaison in vollem Gange bleibt das Risiko weiterer Waldbrände hoch, insbesondere in Regionen, die bereits mit den Auswirkungen der intensiven Hitzewelle dieses Jahres zu kämpfen haben.
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