Ein Patt zwischen den Vereinigten Staaten und Russland im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen führte zum Auslaufen des Mandats der UN-Mission für das Referendum in der Westsahara (MINURSO) und beendete damit eine 35-jährige Friedensmission. Der Streit entstand, weil die USA vorschlugen, das Wort "Referendum" aus dem Mandat der Mission zu streichen, um die weitgehende Autonomie unter marokkanischer Souveränität zu priorisieren. Russland blockierte dies jedoch mit seinem Veto und plädierte stattdessen für eine unveränderte Verlängerung um ein Jahr. Die USA lehnten daraufhin den Gegenvorschlag Russlands ab, was zum Auslaufen der Mission führte. Der Artikel weist darauf hin, dass Marokko etwa 80 Prozent des Territoriums kontrolliert, das bedeutende strategische Ressourcen wie Phosphat und Fischereirechte besitzt, während über 160.000 saharauische Flüchtlinge in algerischen Lagern leben. Humanitäre Organisationen haben die Unfähigkeit des Sicherheitsrats kritisiert, die Pattsituation zu lösen, und verweisen auf eine schwere humanitäre Krise. Der Artikel führt den diplomatischen Stillstand auf sich verändernde geopolitische Konstellationen zurück, insbesondere auf die Anerkennung der marokkanischen Souveränität durch die USA im Jahr 2020 und die strategische Partnerschaft Russlands mit Algerien.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen ausgewogenen Überblick über die unterschiedlichen Positionen der USA und Russlands, zitiert internationale Rechtsentscheidungen und berücksichtigt die Perspektiven humanitärer Organisationen, ohne dabei eine parteiische Haltung einzunehmen.




