Am 22. Juni enthüllte die Regierung von Westbengalen unter der Leitung von Chief Minister Suvendu Adhikari und Finanzminister Swapan Dasgupta ihren ersten vollständigen Haushalt für das Geschäftsjahr 2026-2027. Dies markierte das Debüt der Bharatiya Janata Party (BJP) an der Macht im Bundesstaat nach ihrem Sieg bei den Wahlen 2021. Die Budgethilfe kam vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Herausforderungen, einschließlich einer erheblichen vererbten Schuldenlast, und zielte darauf ab, sowohl unmittelbare Bedürfnisse als auch langfristige Entwicklungsziele zu adressieren.
Ein wichtiges Highlight des Budgets war das Versprechen, 100.000 Regierungsjobs in verschiedenen Sektoren zu schaffen. Diese Positionen wurden wie folgt verteilt: 50.000 für Lehrer und Bildungspersonal, 20.000 für die Polizei und die verbleibenden Rollen verteilt auf andere Abteilungen. Die Regierung betonte, dass 33 Prozent dieser Positionen für Frauen reserviert sein würden, während bis zu 10 Prozent für Personen zugeteilt werden könnten, die ihren Dienst im Rahmen der Agnipath-Regelung abschließen.
Darüber hinaus wurde die Obergrenze für die Bewerbung um staatliche Stellen um fünf Jahre gelockert, eine Politik, die für die nächsten zwei Jahre in Kraft bleiben soll.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Haushaltsplans war die Erhöhung des Dearness Allowance (DA) für staatliche Angestellte und Rentner. Der DA wurde um 20 Prozentpunkte erhöht, wodurch die Gesamtzahl auf 38 Prozent stieg. Diese Anpassung, die ab dem 1. Oktober 2026 wirksam wurde, sollte die DA-Rate der Zentralregierung enger anpassen, obwohl immer noch eine Diskrepanz besteht, da die Zentralregierungsangestellten derzeit einen DA von 60 Prozent genießen.
Das Budget enthielt auch Bestimmungen für bessere Löhne für verschiedene Front- und Vertragsarbeiter. Die Erhöhungen reichten von ₹ 1.000 bis ₹ 5.000 pro Monat, abhängig von der Kategorie des Arbeiters. Zum Beispiel erhielten Anganwadi-Arbeiter, ASHA-Arbeiter, Para-Lehrer und Mittagessen-Köche spezifische Erhöhungen.
In dem Bemühen, die wirtschaftlich Schwächeren zu unterstützen, führte die Regierung ein neues Wohlfahrtsprogramm namens "Bharosa" ein, das darauf abzielt, arbeitslosen Jugendlichen finanzielle Unterstützung zu bieten. Unter dieser Initiative würden arbeitslose Personen auf Graduiertenebene 3.000 ₹ pro Monat erhalten, während andere, die für das Programm berechtigt sind, 2.000 ₹ pro Monat erhalten würden. Das Programm richtet sich an Personen zwischen 21 und 45 Jahren, deren Familieneinkommen jährlich 1 Lakh ₹ nicht überschreitet und die nicht bereits von anderen Sozialhilfsprogrammen profitieren.
Infrastrukturentwicklung war ein prominentes Thema im Haushalt, mit mehreren großen geplanten Projekten. Dazu gehörte die Einrichtung neuer Flughäfen in Purulia, Malda und Balurghat, zusammen mit Metro-Bahn-Vorschlägen für Siliguri, Durgapur und Asansol. Andere bemerkenswerte Projekte umfassten den Bau eines erhöhten Korridors, der Chingrighata mit der Neuen Stadt verbindet, der ₹ 900 crore kostet, und eine Brücke, die Kalna und Shantipur verbindet, geschätzt auf ₹ 1.200 crore.
Zusätzliche Mittel wurden für den Ghatal-Masterplan und die Erweiterung der Verwaltungseinheiten bereitgestellt, einschließlich der Schaffung von fünf neuen Bezirken (Kolkata, Basirhat, Sundarban, Jangipur und Arambagh) sowie neuer Polizeigebiete und Unterabteilungen.
Das Budget betonte auch die Bemühungen zur Verbesserung der Infrastruktur für Hochschulbildung und Gesundheitsversorgung, insbesondere in Nordbengalen. Während die detaillierten Einzelheiten zu diesen Initiativen in den ersten Berichten nicht vollständig erläutert wurden, schien das übergeordnete Ziel die Förderung eines inklusiveren und entwickelteren Westbengals zu sein.
Der Haushaltsplan stand in Bezug auf seine finanzielle Nachhaltigkeit vor der Prüfung, insbesondere angesichts der vererbten Verschuldung von ₹ 8,15,891 Crore. Finanzminister Swapan Dasgupta erkannte die Herausforderung an und betonte die Bedeutung der Unterstützung der Zentralregierung und der fiskalischen Reformen bei der effektiven Verwaltung dieser Verschuldung. Die erhöhten Ausgaben des Haushaltsplans, die im Vergleich zum Zwischenbudget der vorherigen Regierung um ₹ 32,691 Crore oder 8,3 Prozent gestiegen sind, wurden hauptsächlich durch zentrale Zuschüsse finanziert und erwartete Erhöhungen der Steuereinnahmen des Staates.
Die Regierung kündigte auch an, dass die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein (ISKCON) die Leitung der Mittagessenprogramme in Schulen übernehmen würde, in denen die Organisation tätig ist. Diese Entscheidung löste Diskussionen über die möglichen Auswirkungen auf religiöse Praktiken in Bildungseinrichtungen aus, obwohl die Regierung versicherte, dass die Mahlzeiten nahrhaft bleiben würden, unabhängig von irgendwelchen damit verbundenen religiösen Elementen.
Das Budget zielt darauf ab, den Grundstein für ein wohlhabenderes und inklusiveres Westbengalen zu legen. In den kommenden Monaten wird genau überwacht werden, wie diese Politiken zu greifbaren Verbesserungen für die Bevölkerung führen, insbesondere in Gebieten, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind.
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