Das Met Office erwägt, extreme Hitzewarnungen zu erlassen, um die potenziellen Auswirkungen auf Infrastruktur, Gesundheit und Umwelt hervorzuheben. Dies folgt auf einen rekordverdächtigen Sommer, in dem mehrere Hitzewellen aufgetreten sind, die zu Dürrebedingungen und Waldbränden in der gesamten Region beitragen.
Die National Drought Group hat bestätigt, dass fast drei Viertel Englands jetzt in Dürre sind, wobei 45 Millionen Menschen betroffen sind. Über 27 Millionen Menschen unterliegen Wasserbeschränkungen, einschließlich Schlauchrohrverboten, da die Stauseen weiter sinken. Die Environment Agency berichtet, dass die Stauseenlagerung in ganz England auf 69 Prozent gesunken ist, 12 Prozentpunkte unter dem langfristigen Durchschnitt für diese Jahreszeit. Fünf Stauseen werden als außergewöhnlich niedrig eingestuft, wobei einige kritische Werte erreichen.
Die Hitzewelle wird voraussichtlich während der Woche anhalten, wobei die Temperaturen weiter steigen. Die britische Gesundheitssicherheitsagentur hat in sieben Regionen Hitze-Gesundheitswarnungen ausgegeben, darunter die East Midlands, West Midlands, Südost, Südwest, Ostengland, Yorkshire und Humber und London. Diese Warnungen warnen vor erheblichen Gesundheitsrisiken, insbesondere für ältere Menschen und Personen mit bereits bestehenden Erkrankungen. Das Vereinigte Königreich hat in diesem Jahr vier Hitzewellen erlebt, wobei zwei Rekordereignisse in Mai und Juni zu über 2.800 Todesfällen geführt haben. Die aktuelle Hitzewelle wird voraussichtlich die Gesundheitssysteme weiter belasten und die bestehenden Schwachstellen verschärfen.
Das verlängerte trockene Wetter hat auch zu einem Anstieg der Waldbrände beigetragen, wobei Feuerwehrleute daran arbeiten, Brände in Gebieten wie dem New Forest und Suffolk einzudämmen. Die National Drought Group hat festgestellt, dass die Dürrebedingungen sich verschlimmern und weitergehen werden, es sei denn, es kommt zu erheblichen und anhaltenden Regenfällen. Beamte haben gewarnt, dass die Auswirkungen der Dürre langfristige Auswirkungen auf die Umwelt, die Tierwelt und die Wirtschaft haben werden.
Die Hitze wird am Mittwoch ihren Höhepunkt erreichen, wobei die Temperaturen im Zentrum und Süden Englands bis zu 34 ° C erreichen werden. In East Anglia und im Südosten werden voraussichtlich noch höhere Temperaturen zu verzeichnen sein, die möglicherweise die bisherigen Rekorde übertreffen. Die Luftfeuchtigkeit wird ebenfalls steigen, was die Bedingungen besonders in der Nacht unangenehmer macht.
Als Reaktion auf die eskalierende Krise hat Southern Water eine Drought Order and Non-Essential Use Ban (NEUB) beantragt, die die Wassernutzung für nicht kritische Zwecke wie Autowaschen und das Füllen von privaten Schwimmbädern einschränken würde. Dies ist das erste Mal, dass solche Maßnahmen seit 2006 in Betracht gezogen werden. Andere Wasserunternehmen, einschließlich South West Water, haben bereits Schlauchrohrverbote verhängt, die Millionen von Haushalten betreffen.
Einige Landwirte haben zum Bau zusätzlicher Stauseen gegriffen, um ihre Ernten trotz der finanziellen Belastung aufrechtzuerhalten. Die kommende Woche verspricht eine Mischung aus anhaltender Hitze und lokalisierten Niederschlägen, wobei das Met Office einen Regengürtel in Schottland und Nordirland prognostiziert. Während der Regen vorübergehend Erleichterung bringen kann, ist es unwahrscheinlich, dass er die weiteren Dürrebedingungen lindert.
Mit fortschreitendem Sommer steht das Vereinigte Königreich vor der Herausforderung, die doppelte Bedrohung durch extreme Hitze und anhaltende Trockenperioden zu bewältigen, was koordinierte Anstrengungen der Regierung, der Industrie und der Gemeinden erfordert, um die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit, die Infrastruktur und die Umwelt abzumildern.
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