Andy Burnham, der Premierminister des Vereinigten Königreichs, wurde scharf kritisiert, weil er sich während eines Sommers, der von rekordverdächtigen Hitzewellen, verheerenden Waldbränden und schweren Dürren geprägt war, nicht offen mit der eskalierenden Klimakrise befasst hat. Während die Nation mit den greifbaren Auswirkungen des Klimakrises, von verbrannten Landschaften bis hin zu belasteten Gesundheitssystemen, zu kämpfen hat, ist Burnham über die Ursache dieser Katastrophen auffällig still geblieben. Dieses Schweigen hat zu wachsender Frustration unter Klimaaktivisten, Umweltorganisationen und sogar Mitgliedern seiner eigenen Regierungspartei geführt.
Die Situation eskalierte Ende Juli dramatisch, als ein massiver Waldbrand Teile des New Forest zerstörte, die Behörden zwang, Notfallmaßnahmen zu ergreifen und Bedenken über die weiteren Auswirkungen des unkontrollierten Klimawandels auszulösen. Trotz der sichtbaren Zerstörung hat Burnhams Regierung noch keine umfassende Erklärung abgegeben, die die aktuelle Krise mit dem anthropogenen Klimawandel in Verbindung bringt. Stattdessen konzentrierte sich der Premierminister auf vorübergehende Maßnahmen wie das Verbot von Einweg-Barbecues und die Erhöhung der Feuerwehrressourcen.
Burnhams Ansatz steht in scharfem Gegensatz zu seiner Amtszeit als Bürgermeister von Greater Manchester, wo er sich für die Notwendigkeit dringender Klimaschutzmaßnahmen aussprach. Während dieser Zeit unterstützte er ehrgeizige Ziele zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen und befürwortete eine stärkere lokale Regierungsführung bei der Bewältigung von Umweltproblemen.
Diese Zögerung ist von Oppositionsstimmen nicht unbemerkt geblieben. Der Vorsitzende der Grünen Partei, Zack Polanski, hat Burnhams Haltung verurteilt und argumentiert, dass die fortgesetzte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen die Bedingungen verschärft, die jetzt die Stabilität der Nation bedrohen. Polanski betonte, dass mehr Bohrungen in der Nordsee die Wahrscheinlichkeit weiterer extremer Wetterbedingungen erhöhen und dadurch die Bemühungen um den Aufbau von Widerstandsfähigkeit untergraben. Inzwischen haben Umweltgruppen direkte Maßnahmen ergriffen und einen Brief an Burnham geschickt, der von über 50 Organisationen unterzeichnet wurde, darunter Greenpeace und Freunde der Erde, und fordern, dass er die Klimakrise als Haupttreiber der aktuellen Umweltkatastrophen anerkennt.
Der Druck auf Burnham verstärkt sich, da die Regierung mit kritischen Entscheidungen in Bezug auf wichtige klimabezogene Politiken konfrontiert ist. Eine wichtige Konsultation darüber, ob neue Öl- und Gasbohrlizenzen in der Nordsee genehmigt werden sollen, soll bald abgeschlossen werden, wobei Burnham bereit ist, die Vorschläge entweder abzulehnen oder zu unterstützen.
Während einige Abgeordnete argumentieren, dass die Genehmigung neuer Bohrlizenzen den Wahlversprechen der Partei widerspricht und das Vertrauen der Öffentlichkeit untergräbt, behaupten andere, dass ein schrittweiser Ausstieg aus fossilen Brennstoffen notwendig ist, um die Energiekosten zu stabilisieren und das Wirtschaftswachstum zu sichern.
Burnham genießt weiterhin eine relativ hohe Zustimmungsquote, gestärkt durch seine wahrgenommene Kompetenz bei der Bewältigung anderer dringender inländischer Probleme wie des Sozialversicherungssystems und der Migrantenkrise mit kleinen Booten. Doch während sich der Klimakrise verschlimmert, bleibt die Frage bestehen: Wird sich Burnhams Zurückhaltung, sich dem Thema direkt zu stellen, als kostspielig erweisen, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die politische Stellung seiner Regierung? Mit den bevorstehenden Konsultationen und dem öffentlichen Diskurs rund um die Klimapolitik könnte die Antwort bald klarer werden.
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