Der libanesische Außenminister Youssef Raggi kritisierte den iranischen Außenminister Abbas Araghchi, weil er Beirut aufgefordert habe, die bilateralen Beziehungen mit größerer "Rationalität" zu behandeln. Raggi betonte, dass die internationalen Beziehungen über offizielle staatliche Institutionen erfolgen sollten und ein direktes Engagement mit internen Fraktionen wie der Hisbollah abgelehnt werden sollte. Dies folgt auf eine angespannte Zeit, in der der iranische Botschafter im Libanon zunächst im März als persona non grata erklärt wurde, sein Visum jedoch im August verlängert wurde, ohne den diplomatischen Status wiederzuerlangen. Die Führung des Libanon hat unter Druck aus Washington die militärischen Aktivitäten der Hisbollah als illegal verurteilt und direkte Gespräche mit Israel zur Verringerung der Feindseligkeiten eingeleitet.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen ausgewogenen Bericht über den diplomatischen Austausch zwischen dem Libanon und dem Iran und konzentriert sich auf die offiziellen Positionen beider Regierungen, ohne offen eine Seite zu bevorzugen.



