Am 16. August 2026 sprach Jernej Vrtovec, stellvertretender Premierminister und Minister für Infrastruktur und Energie, bei einer zentralen staatlichen Zeremonie in Velika Polana anlässlich der Vereinigung von Prekmurje mit der breiteren slowenischen Nation.
Die Zeremonie markierte das hundertjährige Jubiläum der bedeutenden Ereignisse vom 17. August 1919, als die Pariser Friedenskonferenz entschied, dass Prekmurje dem neu gegründeten Königreich beitreten würde. Am 12. August 1919 besetzten jugoslawische Truppen das Gebiet, und fünf Tage später, während einer Massenversammlung in Beltinci, wurden die lokalen Behörden der zivilen Verwaltung übergeben.
Er stellte fest, dass die Rückkehr der Region nicht nur politisch, sondern auch symbolisch für eine tief verwurzelte Verbindung zur slowenischen Identität war. Vrtovec sprach auch über die Herausforderungen, mit denen die Landwirte in Prekmurje aufgrund der schweren Dürre in diesem Jahr konfrontiert sind. Er äußerte seine Besorgnis über den Kampf der slowenischen Landwirte und versicherte ihnen, dass sie diesen Schwierigkeiten nicht allein gegenüberstehen würden. "Ohne slowenische Landwirte kann es kein slowenisches Essen geben", erklärte er. Darüber hinaus warnte er vor dem demografischen Niedergang und betonte, dass ohne Slowenen Slowenien, wie es heute bekannt ist und wie es sein sollte, aufhören würde zu existieren.
Damjan Jaklin, Bürgermeister von Velika Polana und Gastgeber der Zeremonie, unterstrich die Bedeutung der prekmurischen Sprache und Kultur als Grundlage der nationalen Identität. Er wies darauf hin, dass die Vereinigung nicht nur das Ergebnis politischer Entscheidungen war, sondern auch die Beharrlichkeit der lokalen Gemeinschaften. Jaklin betonte, dass Prekmurje keine Wohltätigkeit oder Mitleid erwartet, sondern gleiche Behandlung in Bezug auf Investitionen in Straßen, Schulen, Krankenhäusern und Arbeitsplätzen.
Seine Bemerkungen spiegelten die aktuellen Bestrebungen der Region wider, die Anerkennung und Unterstützung auf Augenhöhe mit anderen Teilen Sloweniens sucht. Premierminister Janez Janša erkannte in einer Mitteilung, die die Feierlichkeiten begleitete, die historische Bedeutung der Vereinigung an. Er beschrieb sie als einen entscheidenden Moment in der slowenischen Geschichte, der die historischen Bindungen, die Sprache, die Kultur und das gemeinsame nationale Bewusstsein der Region bestätigte. Janša betonte, dass die Vereinigung nicht nur eine Änderung der Grenzen, sondern auch eine Bekräftigung der Identität war.
Er schrieb den Erfolg der Vereinigung der kollektiven Anstrengung vieler Individuen zu, darunter Patrioten, Geistliche, Lehrer, Politiker und Kulturfiguren, die sich den Umständen ihrer Zeit widersetzten und die slowenische Sprache und das nationale Bewusstsein bewahrten.
Er führte das Beispiel von Mihael Barla an, einem slowenischen evangelischen Priester aus Prekmurje, dessen Gedichtsammlung auf reinem Slowenisch geschrieben wurde. In einer Zeit, in der Zwangsmigration üblich war, war Barlas Werk eine mutige Identitätserklärung. Premier Janša erinnerte die Bürger daran, dass große Veränderungen immer aus gemeinschaftlichen Bemühungen und nicht aus individuellen Aktionen resultiert haben. Er stellte fest, dass die Vereinigung erfolgreich war, weil sie im Herzen des Volkes lebte, stärker als politischer Druck und tägliche Unsicherheit. Es war eine Manifestation des Glaubens an die Selbstidentität und des Vertrauens in die Zukunft der slowenischen Nation.
Er fügte hinzu, dass die Slowenen auf der anderen Seite der Grenze niemals an ihrer wahren Identität als Slowenen gezweifelt haben, im Gegensatz zu einigen anderen Gruppen, die historisch von ihren Mutternationen getrennt waren.
In ihrer Ansprache erinnerte die Präsidentin der Republik Nataša Pirc Musar an die Ereignisse vom 17. August 1919, als die Menschen in Prekmurje durch eine Massenversammlung in Beltinci ihren Wunsch zum Ausdruck brachten, gemeinsam mit ihren Landsleuten jenseits des Mur die Zukunft aufzubauen. Sie betonte, dass Prekmurje heute, mehr als ein Jahrhundert später, ein untrennbarer und wertvoller Teil Sloweniens ist, nicht nur auf Karten, sondern vor allem durch seine Sprache, Kultur, Literatur, Musik, Küche und gemeinsame geschichtliche Erinnerung. Ohne Prekmurje wäre Slowenien einfach nicht das Land, das wir kennen und lieben.
Pirc Musar hob hervor, wie Prekmurje es geschafft hat, seine Besonderheit im Laufe der Jahrhunderte zu bewahren, indem es seine Wurzeln bewahrte. Sie stellte fest, dass die Widerstandsfähigkeit der prekmurischen Sprache, Poesie und des geschriebenen Wortes auch in Zeiten intensiven Drucks auf die nationale Identität bestanden hat. Diese Beharrlichkeit lehrt, dass Einheit nicht Einheit bedeutet und dass Stärke darin liegt, Unterschiede als eine Form der Bereicherung zu akzeptieren. Sie erinnerte die Menschen auch an die Porabians, Slowenen, die 1919 außerhalb der Grenzen des neuen Staates blieben.
Pirc Musar schloss mit der Feststellung, dass die Geschichte uns lehrt, dass kein erworbenes Recht, keine Gemeinschaft und keine Verbindung jemals als selbstverständlich angesehen werden kann.
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