Die Voyager 1, die von der NASA im September 1977 gestartet wurde, ist weiterhin einsatzfähig, obwohl sie mehr als 25 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt ist. Dies macht sie zum am weitesten entfernten vom Menschen hergestellten Objekt von unserem Planeten, das sogar die Grenzen unseres Sonnensystems überschreitet.
Licht, das mit etwa 300.000 Kilometern pro Sekunde fährt, benötigt mehr als 22 Stunden, um die Lücke zwischen dem Raumschiff und der Erde zu durchqueren. Folglich benötigt jede Anweisung, die von der Erde an Voyager 1 gesendet wird, mehr als 22 Stunden, um anzukommen. Ebenso benötigen Antworten der Sonde die gleiche Zeit, um zurückzukehren. Dies bedeutet, dass jede Interaktion mit dem Raumschiff fast zwei Tage dauert, was eine Echtzeitkontrolle verhindert. Ingenieure müssen Befehle senden und geduldig auf Bestätigung warten und oft mehrere Tage später das Ergebnis ihrer Handlungen erfahren.
Voyager 1 erreichte 2012 einen historischen Meilenstein, als es die Heliopause überschritt - die Grenze, an der der Einfluss der Sonne endet und der interstellare Raum beginnt. Es wurde das erste vom Menschen geschaffene Objekt, das in diese Region eintrat und eine neue Ära in der Weltraumforschung einleitete. Trotz seiner abgelegenen Lage funktioniert das Raumschiff weiterhin, wobei zwei seiner wissenschaftlichen Instrumente immer noch Daten über die umgebende Umgebung sammeln. Diese Signale reisen Milliarden von Kilometern, bevor sie von großen Antennen auf der Erde empfangen werden, wo sie von Wissenschaftlern analysiert werden.
Die Energieversorgung der Voyager 1 über eine so große Entfernung stellt einzigartige Herausforderungen dar. Im Gegensatz zu den Sonnen-Satelliten, die der Sonne näher sind, setzt die Voyager 1 auf einen radioisotopen thermoelektrischen Generator, der mit Plutonium-238 betrieben wird. Diese Technologie wandelt die durch den Zerfall von Plutonium erzeugte Wärme in Elektrizität um und ermöglicht es der Raumsonde, im Dunkeln des Weltraums zu operieren.
Während diese Reduzierung minimal erscheinen mag, war sie ausreichend, um den Betrieb des Raumfahrzeugs aufrechtzuerhalten und die fortgesetzte Datenübertragung über 25 Milliarden Kilometer zu gewährleisten. Die Verwaltung der schwindenden Stromversorgung ist das Hauptanliegen der NASA in Bezug auf die Zukunft der Voyager 1. Um die Lebensdauer des Raumfahrzeugs zu verlängern, haben die Ingenieure die nicht-essentiellen Systeme schrittweise heruntergefahren. Im Laufe der Jahre wurden Heizungen und bestimmte wissenschaftliche Instrumente deaktiviert, um Energie zu sparen.
Im Laufe der Zeit müssen jedoch zusätzliche Instrumente nacheinander heruntergefahren werden. Um November 2026 wird erwartet, dass die Voyager 1 eine Entfernung von einem Lichttag von der Erde erreicht, was bedeutet, dass selbst ein Signal, das mit Lichtgeschwindigkeit fährt, genau 24 Stunden benötigt, um das Raumschiff zu erreichen.
Trotz der Einschränkungen, die durch Entfernung und Leistungsbeschränkungen auferlegt werden, bleibt das Raumschiff ein Symbol der Erforschung und Entdeckung, das die Grenzen dessen, was in der Weltraumforschung möglich ist, verschiebt.
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