Die Behörden des Landes Tessin haben Warnungen gegen blaugrüne Algen, auch Cyanobakterien genannt, ausgesprochen, die im Lago Maggiore entdeckt wurden.
Die Menschen werden gebeten, nur in klarem Wasser zu schwimmen und jeden direkten Kontakt mit den Algen zu vermeiden. Kinder unter fünf Jahren und Personen mit empfindlicher Haut werden besonders davon abgeraten, ins Wasser zu kommen. Darüber hinaus sollten Haustiere wie Hunde vom See fernbleiben, um eine Exposition gegenüber potenziell schädlichen Substanzen zu verhindern.
Laut dem Wasserforschungsinstitut Eawag gedeihen diese Organismen typischerweise in den Sommer- und Herbstmonaten. Ihr Wachstum wird durch längere warme Bedingungen und schlechte Wassermischung begünstigt, was verhindert, dass sie auf den Grund des Sees sinken.
Die gesundheitlichen Auswirkungen, die mit der Exposition gegenüber Cyanobakterien verbunden sind, reichen von leichten Symptomen wie Hautausschlägen und roten Augen bis hin zu schwerwiegenderen Problemen wie Grippeähnlichen Symptomen und Magen-Darm-Erkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation hat Richtlinien festgelegt, die darauf hindeuten, dass leichte Symptome bei Konzentrationen von bis zu 20.000 Cyanobakterienzellen pro Milliliter Wasser auftreten können. Bei höheren Konzentrationen - etwa 100.000 Zellen pro Milliliter - wird die Toxinkonzentration kritisch, was zu Atemproblemen und grippeähnlichen Symptomen führt.
Bei dieser Verschmutzungsstufe ist das Wasser jedoch so trübe, daß das Schwimmen sowieso nicht reizvoll wäre.
Die Behörden betonen, dass es wichtig ist, die Wasserklarheit zu überwachen, bevor man sich an aquatischen Aktivitäten beteiligt. Obwohl nicht alle Zyanobakterienblüten Toxine produzieren, erfordert die Anwesenheit dieser Organismen Wachsamkeit und Einhaltung von Sicherheitsempfehlungen.
Die Einwohner und Touristen werden ermutigt, sich über die aktuellen Bedingungen zu informieren und die offiziellen Leitlinien für die sichere Freizeitnutzung des Lago Maggiore zu befolgen.
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