Der europäische Dieselkraftstoffmarkt steht laut Berichten vor erheblichen Versorgungsherausforderungen. Die Dieselreserven sinken rasant und werfen Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Stabilität auf. Die amerikanische Investmentbank Morgan Stanley schätzt, dass die europäischen Dieselreserven bis Ende 2026 den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre erreichen werden. Das Hauptproblem ist nicht die Verfügbarkeit von Rohöl, sondern die begrenzte Raffineriekapazität in Westeuropa. Die Raffineriemargen haben ein Rekordniveau erreicht. Konflikte im Nahen Osten, Angriffe auf russische Raffinerien und Handelsbeschränkungen erschweren die weltweite Versorgung weiter. Diesel ist eine entscheidende Energiequelle für den Straßenverkehr, die Landwirtschaft und die Industrie, so dass die Knappheit schnell zu Preiserhöhungen in der gesamten Lieferkette führt. In einigen Teilen Europas zahlen Fahrer bereits mehr als zwei Euro pro Liter Diesel, und Experten prognostizieren, dass die Preise wieder über 2,5 Euro pro Liter liegen könnten. Analysten schätzen zufolge werden die europäischen Dieselreserven ab August weiter sinken und bis November 2015 möglicherweise etwa 300 Millionen Barrel erreichen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen sachlichen Überblick über die derzeitige Situation auf dem europäischen Dieselmarkt und verweist auf Expertenanalysen und Daten internationaler Organisationen wie der Internationalen Energieagentur.





