Vladimir Putin besuchte die Überreste des mittelalterlichen russischen Kriegerprinzen Dmitri Donskoi, die während der Restaurierungsarbeiten an der Erzengel-Kathedrale im Kreml, Moskau, am 20. August 2026 entdeckt wurden. Die Entdeckung fand in einer Krypta unter der Südmauer der Kathedrale statt, die lange Zeit als Begräbnisstätte für über 40 russische Zaren und Fürsten gedient hat. Die Überreste des Prinzen wurden in einem Sarkophag gefunden, dessen Deckel in vier Teile geteilt war. Archäologen stellten fest, dass der Körper mit weißen Steinchips und Mörtel bedeckt war, was darauf hindeutet, dass der Sarkophag im Laufe der Zeit zusammengebrochen war.
Die Überreste von Donskoy, der 1389 im Alter von 39 Jahren starb, wurden aufgrund ihrer physischen Eigenschaften und der Übereinstimmung mit historischen Aufzeichnungen identifiziert. Nach Angaben der Russisch-Orthodoxen Kirche gehörten die gut erhaltenen Überreste einem etwa 180 Zentimeter hohen Mann, der zwischen 35 und 45 Jahren an natürlichen Ursachen starb.
Er hörte zu, wie Experten erklärten, wie die Überreste als die von Donskoy identifiziert worden waren. Das russische Institut für Archäologie der Russischen Akademie der Wissenschaften bestätigte, dass die Überreste in einer Krypta gefunden wurden, im Gegensatz zu früheren Annahmen, dass sie sich an anderer Stelle in der Kathedrale befanden. Die Entdeckung erfolgte im Rahmen der laufenden Restaurierungsbemühungen zur Erhaltung der historischen Stätte. Nikolai Makarov, Vizepräsident der Russischen Akademie der Wissenschaften und Direktor des Instituts für Archäologie, beschrieb den Prozess, der zur Identifizierung der Überreste verwendet wurde.
Donskoy spielte eine zentrale Rolle in der russischen Geschichte. Als Herrscher der Fürstentümer Moskau und Wladimir legte er den Grundstein für den zukünftigen russischen Staat. Seine Führung umfasste den Bau der ersten steinernen Kremlfestung, die Erweiterung des Territoriums Moskau und führte einen entscheidenden Sieg gegen die mongolische Horde in der Schlacht von Kulikovo im Jahr 1380.
Die Entdeckung der Überreste von Donskoy fügt eine greifbare Verbindung zu dieser kritischen Periode in der russischen Geschichte hinzu. Sie unterstreicht die dauerhafte Bedeutung des Kremls als politisches und kulturelles Zentrum. Die Erzengel-Kathedrale, eine der ältesten Kirchen in Moskau, hat zahlreiche Momente in der russischen Geschichte erlebt, und die Ausgrabung der Überreste von Donskoy unterstreicht ihre Rolle als Speicherort des nationalen Erbes.
Die Identifizierung der Überreste wurde von der Russisch-Orthodoxen Kirche angekündigt, die die Genauigkeit der Funde betonte. Historische Texte beschreiben Donskoy als eine Schlüsselfigur bei der Konsolidierung der Macht in der Region, und sein Vermächtnis beeinflusst weiterhin die moderne russische Identität. Die Bewahrung seiner Überreste bietet Wissenschaftlern und Historikern eine einzigartige Gelegenheit, die materielle Kultur des Spätmittelalters zu studieren. Eine weitere Analyse der Textilien und anderer Artefakte, die mit den Überresten verbunden sind, könnte neue Einblicke in die Kleidung, Rituale und das tägliche Leben der Zeit geben.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden