Mehr als 500 Menschen suchten während eines katastrophalen Feuers in der Nähe von Omis in Kroatien Zuflucht im Meer, was die Rettungsdienste und die Einheimischen veranlasste, eine groß angelegte Rettungsaktion zu starten. Berichten zufolge schlossen sich über 20 private Boote mit der Hafenbehörde, der Polizei, Zollbeamten und anderen Behörden zusammen, um den Strandbewohnern zu helfen.
Unter ihnen waren schwangere Frauen im siebten oder achten Monat der Schwangerschaft und Eltern mit kleinen Kindern. Die Rettungsaktionen wurden durch den dichten Rauch und das raue Wetter erschwert, was die Sicht extrem niedrig machte. Mario Popovac, ein Einheimischer, der an der Rettung teilnahm, beschrieb die erschütternden Szenen, die er erlebte. Er erzählte, wie er und seine Freunde in ihrem Boot in Richtung des Gebiets aufbrachen, in dem die Menschen abgeschnitten waren. Während sie durch den Rauch und den Wind navigierten, hörten sie Schreie aus dem Wasser. Popovac hielt sein Boot an und sah Dutzende von Menschen, die im Meer kämpften.
Sie konnten sie aufgrund der rauen Bedingungen nicht sofort erreichen, so dass sie sich mit dem Heck des Bootes näherten und die Personen mit Ruder in Sicherheit brachten. Im ersten Versuch rettete Popovac's Boot 27 Menschen, darunter sieben Kinder im Alter von vier oder fünf Jahren. Die Eltern versuchten verzweifelt, ihre Kinder festzuhalten, aber Wellen und Wind machten die Aufgabe fast unmöglich. Die ersten Versuche waren chaotisch, aber nach einiger Zeit begannen die Menschen am Strand zu rufen, was es den Rettungskräften leichter machte, sich ihnen zu nähern. Popovac erklärte, dass die Gruppe anfangs die Menschen wegen des dichten Rauches nicht sehen konnte, aber stattdessen ihren Schreien folgte.
Ein Beispiel dafür war ein Freund von Popovac, der ein kleines Boot mit einer Länge von vier Metern benutzte, um 20 Personen zu befördern, bevor sie auf ein größeres Schiff für eine sichere Durchfahrt gebracht wurden. Augenzeugen beschrieben den intensiven Kampf um das Überleben, der in den Augen der geretteten Menschen geprägt war. Popovac drückte seine Dankbarkeit für die Reaktion der Gemeinschaft aus und bemerkte, wie sich die Nachbarn gegenseitig halfen, Wasser teilten und einander im Angesicht der Not unterstützten.
Die Menschen gaben alles, was sie hatten, um andere in Sicherheit zu bringen, was den kollektiven Geist unter den Einheimischen während dieser Krise unterstreicht. Inzwischen haben mehrere Städte bereits finanzielle Unterstützung geleistet, um Omis bei seinen Wiederherstellungsbemühungen zu unterstützen. Städte wie Pula, Sinj, Vukovar und Baška Voda haben Hilfe zugesagt. Das endgültige Ausmaß des Schadens muss jedoch noch ermittelt werden, obwohl vorläufige Einschätzungen darauf hindeuten, dass die Verluste erheblich sein werden. Die Einwohner beginnen, in Gebiete zurückzukehren, in denen die Stromversorgung wiederhergestellt wurde, obwohl viele ohne Häuser, Geld, Familienfotos und geschätzte Erinnerungen bleiben.
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