Die isländische Justiz erwägt die Einführung von Geldbußen als Alternative zur Haftstrafe für bestimmte Arten von Drogendelikten. Die vorgeschlagene Änderung würde es Einzelpersonen ermöglichen, die für Drogen bezahlen oder andere Formen der Entschädigung anbieten, eine Geldbuße zu erhalten, anstatt eine Haftstrafe zu verbüßen. Für Fälle, in denen Minderjährige beteiligt sind, könnte die Höchststrafe bis zu zwei Jahre betragen. In einer Erklärung der Regierung gab die Justizbehörde an, dass sie Pläne zur Ausarbeitung eines Gesetzesentwurfs mit diesen Änderungen und zur Überprüfung bestehender Vorschriften im Zusammenhang mit Drogendelikten vorlegt. Der Vorschlag wurde im Konsultationsportal der Regierung veröffentlicht. Island betrachtet Norwegen als Vorbild, das im vergangenen Jahr ähnliche Maßnahmen ergriffen hat. Während noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde, gab es Diskussionen über die Übernahme von Richtlinien aus anderen nordischen Ländern.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert Informationen über mögliche gesetzliche Änderungen in Bezug auf Drogendelikte, ohne offen eine bestimmte politische Ideologie zu begünstigen.






