Vietnam hat am 1. Juli ein neues Bevölkerungsgesetz eingeführt, das finanzielle Anreize und verlängerte Elternzeit bietet, um Familien zu ermutigen, mehr Kinder zu bekommen. Das Gesetz beinhaltet Subventionen für Geburten, erweiterten Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub und vorrangigen Zugang zu Sozialwohnungen für größere Familien. Dies kommt, nachdem Vietnam seine Zwei-Kind-Politik im Jahr 2023 abgeschafft hat. Trotz dieser Maßnahmen steht das Land vor erheblichen demografischen Herausforderungen, darunter eine Fruchtbarkeitsrate von 1,91 Kindern pro Frau im Jahr 2024, weit unter dem Ersatzniveau. Prognosen deuten darauf hin, dass Vietnams Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bis 2050 von 68,6% auf 63% sinken wird, während der Anteil der Menschen ab 65 Jahren voraussichtlich von 8,4% auf 21,2% steigen wird. Experten warnen, dass das Altern vor dem Reichtum zu einem langsameren Wirtschaftswachstum, erhöhter Ungleichheit und größeren Druck auf die Gesundheitsversorgung und soziale Unterstützung führen könnte.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sachliche Informationen über die neue Familienpolitik Vietnams und die demografischen Prognosen, ohne offen eine politische Ideologie zu begünstigen.






