Ein von Vietnam Airlines betriebener Boeing 787-9 Dreamliner vermied am Samstagnachmittag beim Start vom Münchner Flughafen knapp eine Katastrophe. Das Flugzeug, registriert als VN-A867, sollte von München (MUC) nach Hanoi (HAN) fliegen. Nach ersten Berichten hatte das Flugzeug Schwierigkeiten, die Landebahn zu verlassen und fast keinen Platz mehr zu haben, bevor es schließlich in die Luft kam. Der Vorfall ereignete sich gegen 13.45 Uhr Ortszeit, als das Flugzeug die Landebahn 26L für seine Abfahrt nutzte. Das Flugzeug begann seinen Aufstieg erst nahe dem Ende der Landebahn, was Bedenken bei den Fluglotsen und den Passagieren an Bord auslöste.
Nach dem Abflug beschloss die Besatzung, den Flug abzubrechen und zum Flughafen zurückzukehren. Das Flugzeug stieg auf etwa 2.700 Meter, bevor es über München in ein Halteverhalten eintrat. Während dieser Zeit verbrannte das Flugzeug überschüssigen Treibstoff, um das Gewicht für eine sichere Notlandung zu reduzieren.
Das Flugzeug landete sicher auf der Start- und Landebahn 26R. Bei der Landung erlitt das Flugzeug jedoch spürbare Schäden, insbesondere an den Reifen. Auf Bildern, die online geteilt wurden, fehlten Teile des linken Hauptgetriebes, was auf einen erheblichen Einfluss während der Landung hindeutet. Die Rettungsdienste waren bereits am Flughafen bereit, auf mögliche Gefahren zu reagieren.
Die Ermittler untersuchen Faktoren wie die Gewichtsverteilung des Flugzeugs, die Wetterbedingungen und mögliche Fehler bei den Startberechnungen oder der Einrichtung. Beobachter bemerkten sichtbare Schäden am Heckbereich und dem horizontalen Stabilisator, die auf strukturelle Belastungen während des verzögerten Startes hindeuten könnten. Passagiere an Bord des Fluges beschrieben den Moment der Spannung, als das Flugzeug kämpfte, um in die Luft zu gelangen. Ein Zeuge erwähnte, dass das Flugzeug in der Nähe von Lufthansa-Wartungshängern vorbeiflug, was das Kollisionsrisiko erhöhte, wenn es nicht rechtzeitig starten konnte.
Die Nähe der Landebahn zu einer nahe gelegenen Straße erhöhte die Besorgnis über mögliche Konsequenzen, wenn das Flugzeug von der Landebahn abgewichen wäre. Die Behörden führten nach dem Vorfall eine gründliche Inspektion der Landebahn und des umliegenden Gebiets durch. Ein Polizeihelikopter wurde eingesetzt, um den Ort von oben zu überwachen, um sicherzustellen, dass keine Trümmer oder andere Gefahren zurückgelassen wurden. Die Bodenbesatzungen arbeiteten schnell, um das Flugzeug zu sichern und das Ausmaß des Schadens zu beurteilen. Der Vorfall hat Fragen zur Zuverlässigkeit des Boeing 787-9-Modells und zu den Verfahren aufgeworfen, die Vietnam Airlines beim Start befolgt.
Während keine Verletzungen gemeldet wurden, unterstreicht das Ereignis die Wichtigkeit strenger Sicherheitskontrollen und der Notfallplanung für unerwartete mechanische Ausfälle.
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