In der ruhigen Stadt Shillong, die sich im Nordosten Indiens befindet, entfaltete sich in den 1980er Jahren ein einzigartiges kulturelles Phänomen, eine Periode, die durch die langsame Ankunft des Hindi-Kinos und das Aufkommen der Videokassettentechnologie gekennzeichnet war. Für viele junge Bewohner wurde die Erfahrung, Hindi-Filme zu sehen, zu einer Flucht vor den Realitäten des Lebens unter Ausgangssperre und sozialer Spaltung. Die Reise begann mit der Ankunft von Nachrichten, die oft verzögert und in die Tageszeitungen aus Kalkutta eingewickelt waren. Die Filme kamen jedoch noch später in den dunklen, rauchigen Räumen der schäbigen Kinos an. Trotz der Herausforderungen blieb die Anziehungskraft des Kinos stark.
In den frühen Jahren des Jahrzehnts versammelten sich Familien, um im alten Kelvin-Kino in Police Bazaar Bengali-Filme zu sehen, ein seltener Moment der Freiheit und Freude in einer Stadt, die häufig Unruhen ausgesetzt war. Mit fortschreitendem Fortschritt der 1980er Jahre wurden die Einschränkungen der Stadt etwas gelockert, was kurze Perioden der Normalität ermöglichte. Während dieser Zeiten nahmen die Eltern ihre Kinder zu Abendvorführungen mit und boten einen Blick in eine andere Welt.
Die staatlichen Kanäle boten wöchentlich einen Chitrahaar am Mittwoch und jeden Sonntag einen Film an. Die wahre Transformation begann jedoch mit dem Aufkommen von Videokassettenbibliotheken und dem Videorecorder. Diese neuen Technologien kamen mehrere Jahre, nachdem sie anderswo im Land üblich geworden waren, und lösten dennoch ein großes Interesse unter der Jugend von Shillong aus. Videokassettenbibliotheken, die mit einem Sinn für Neuheit benannt wurden, Eureka, Needo, Aristo und Electrovision, wurden zu Zentren der Unterhaltung. Sie boten Zugang zu einer Vielzahl von Filmen, obwohl die Kosten für den Besitz eines Videorecorders oder VCP für die meisten Haushalte unerschwinglich waren.
Um diese Barriere zu überwinden, mieten die Familien die Maschinen und verpflichten sich, drei Filme in zwei Tagen zu sehen, bevor sie sie zurückgeben. Diese Anordnung verwandelte die Wohnzimmer in provisorische Kinos, in denen die Abende mit den Geräuschen flimmernder Bildschirme und dem Murmeln aufgeregter Diskussionen gefüllt waren. Die Filme, gefüllt mit Melodrama, Heldentum und einem Hauch von Absurdität, fesselten das junge Publikum. Sie sahen Szenen von wagemutigen Leistungen, emotionalen Auseinandersetzungen und romantischen Verwicklungen, während sie die Namen der Nachbarschaften in Bombay lernten, als wären sie bekannte Straßen.
Die Auswirkungen dieser Filme erstreckten sich über die bloße Unterhaltung hinaus; sie prägten Wahrnehmungen und Bestrebungen und boten ein Fenster in eine Welt, die weit entfernt von den Einschränkungen des täglichen Lebens in Shillong war. Trotz der gelegentlichen Missbilligung von Ältesten, die das "Trinken" von Filmen bemerkten, nahm die Gemeinschaft das neue Medium von ganzem Herzen an. Die Filme wurden ohne Vorurteile konsumiert und absorbierten sowohl die Campiness als auch die Großartigkeit. Von den verrückten Tänzen von Govinda bis zu den kühnen Darbietungen von Sridevi hinterließen die Filme eine unauslöschliche Spur in der kollektiven Vorstellungskraft der Jugend der Stadt.
Durch diese filmischen Erfahrungen fand eine Generation Trost, Inspiration und eine Verbindung zu einer breiteren kulturellen Landschaft.
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