Der Artikel berichtet über die Einschätzung des ukrainischen Generalstabschefs Oleksandr Syrskyi über mögliche russische Militärstrategien während des laufenden Konflikts. Er bestätigt, dass Moskau verschiedene Szenarien in Betracht gezogen hat, einschließlich eines Angriffs auf Kiew aus Weißrussland, aber bezweifelt, dass der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko eine solche Unterstützung leisten würde. Syrskyi betont, dass es zwar seit Mai Spekulationen über eine Invasion aus Weißrussland gibt, aber die aktuellen Nachrichtendienste deuten darauf hin, dass keine signifikante Truppenkonzentration entlang der belarussischen Grenze besteht. Stattdessen betont er, dass das wahrscheinlichste Szenario eine nördliche Offensive aus Russland, insbesondere aus dem Bryansk Oblast, beinhaltet, die sich auf das Tschernihiw Oblast und nicht auf Kiew selbst richtet. Diese Strategie zielt darauf ab, die ukrainischen Streitkräfte zu dehnen und sie von kritischen südlichen Fronten abzulenken. Syrskyi stellt einen Rückgang der Truppenzahlen und der aktiven russischen Operationen fest, obwohl die Kampfintensität hoch bleibt. Er erwähnt auch die Möglichkeit einer neuen Mobilisierung durch Russland, die nach seiner Meinung nach wahrscheinlich im September stattfinden würde.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen ausgewogenen Bericht, der auf Aussagen eines hochrangigen ukrainischen Militärs beruht und sowohl die Erwägung eines Angriffs aus Weißrussland als auch die wahrscheinliche Offensive aus dem Norden enthält.




