Das Verfassungsgericht Kroatiens entschied, dass bestimmte Bestimmungen des Gesetzes über die obligatorische Krankenversicherung, die persönliche Besuche des kroatischen Krankenversicherungsinstituts (HZZO) für bestimmte Gruppen von versicherten Personen erforderten, verfassungswidrig waren. Das Gericht lehnte jedoch einen Antrag auf Bewertung der Verfassungsmäßigkeit dieser Bestimmungen ab. Die umstrittenen Vorschriften verpflichteten die nicht als arbeitslos registrierten Personen, alle drei Monate persönlich am HZZO teilzunehmen, was zu einer möglichen Disqualifizierung der Krankenversicherung führte, wenn sie sich nicht daran hielten. Die Anfechtung wurde von 30 Parlamentsabgeordneten aus linken Parteien, darunter SDP und Možemo!, zusammen mit Rechtsvertretern eingereicht. Die Entscheidung des Gerichts machte das Gesetz nicht ungültig, betonte jedoch Bedenken hinsichtlich der administrativen Belastungen und der möglichen Diskriminierung gefährdeter Gruppen wie älteren Menschen, Behinderten und Studenten, die im Ausland studieren.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert das Problem als Verletzung verfassungsmäßiger Rechte, betont die diskriminierenden Auswirkungen auf schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen und betont die Rolle linker Gesetzgeber bei der Anfechtung des Gesetzes.





