Der ehemalige Hohe Vertreter der EU Josep Borrell behauptet, dass die Vereinigten Staaten und Israel Vorwürfe wegen Fehlverhaltens gegen den Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) Karim Khan nutzen, um die Institution von innen zu untergraben. In einem Stellungnahmestück argumentiert Borrell, dass die jüngsten Verfahrensmaßnahmen der Versammlung der Vertragsstaaten (ASP) des Römischen Statuts - wie die Änderung des Abstimmungsprozesses für Khans potenzielle Entfernung - Teil einer breiteren Bemühung sind, den IStGH zu schwächen. Das Exekutivbüro der ASP hatte zuvor festgestellt, dass Khan "schwerwiegendes Fehlverhalten" begangen habe, obwohl ein gerichtliches Gremium keine ausreichenden Beweise gefunden habe. Khan bestreitet jegliches Fehlverhalten. Borrell warnt, dass solche Maßnahmen einen Präzedenzfall für die gefährliche Integrität der internationalen Justizmechanismen schaffen könnten.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In dem Artikel wird die Situation als Angriff mächtiger Nationen (USA und Israel) auf internationale Institutionen dargestellt, was eher eine systematische Untergrabung als ein legitimes Gerichtsverfahren vorschlägt.




