Laut einer Handelsgruppe, die lokale Reeder vertritt, sind bis zu 80 mit Hongkong verbundene Schiffe in der Straße von Hormuz oder in ihrer Nähe gestrandet. Die Hong Kong Shipowners Association schätzt, dass diese Schiffe ungefähr 1.600 Besatzungsmitglieder mit sich führen, die in der instabilen Region angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten gefangen bleiben. Richard Hext, Vorsitzender des Verbandes, gab diese Informationen während einer Pressekonferenz am Dienstag bekannt, die mit der Veröffentlichung der Vorschläge der Gruppe für die erste fünfjährige Wirtschaftsstrategie Hongkongs zusammenfiel und vor der bevorstehenden politischen Rede von Chief Executive John Lee Ka-chiu.
Die Situation besteht seit über fünf Monaten, gekennzeichnet durch einen intermittierenden Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Israel gegen den Iran. Dieser Konflikt hat eine globale Schifffahrtskrise ausgelöst, die internationale Lieferketten gestört und die Navigation durch die strategisch wichtige Straße von Hormuz extrem erschwert. Trotz mehrerer Runden diplomatischer Gespräche und vorübergehender Waffenstillstände, darunter eine im Juni, die es 20 bis 30 mit der Vereinigung verbundenen Schiffen ermöglichte, sicher abzufahren, bleiben viele andere immobilisiert.
"Unsere derzeitige Einschätzung ist, dass es rund 70 bis 80 Mitglieds-Schiffe der Hongkonger Reedereien gibt, mit rund 1400 bis 1600 Seeleuten an Bord, die in oder in der Nähe des Konfliktgebiets verbleiben", sagte er während der Pressekonferenz. Er betonte, dass die anhaltende Unsicherheit einen immensen Druck auf die maritime Industrie ausgeübt hat, die stark auf stabile Routen durch wichtige Wasserstraßen wie die Straße von Hormuz angewiesen ist. Die Straße dient als kritischer Knotenpunkt für globale Öllieferungen, wobei fast 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls täglich durch sie gehen.
Die durch den anhaltenden Konflikt verursachten Störungen haben zu erhöhten Versicherungskosten, Verzögerungen bei der Frachtlieferung und erhöhten Risiken für Handelsschiffe geführt, die in der Region operieren. Viele Reedereien haben sich dafür entschieden, ihre Flotten durch längere und weniger sichere alternative Durchgänge umzuleiten, was die Logistik weiter kompliziert und die Betriebskosten erhöht.
In seinen Vorschlägen für den Fünfjahresplan der Stadt hob der Verband die Notwendigkeit von verbesserten Protokollen für die Sicherheit auf See, einer verbesserten Koordinierung mit regionalen Behörden und größeren Investitionen in alternative Schifffahrtskorridore hervor. Diese Empfehlungen sind Teil breiterer Diskussionen, die darauf abzielen, Hongkongs Rolle als globaler maritimer Knotenpunkt trotz der aktuellen geopolitischen Turbulenzen zu stärken. Branchenexperten vermuten, dass die Lösung der Situation Monate, wenn nicht Jahre dauern könnte, je nach dem Ergebnis der laufenden diplomatischen Bemühungen und der Stabilität der Region.
In der Zwischenzeit sind die Seeleute an Bord der gestrandeten Schiffe weiterhin mit unsicheren Bedingungen konfrontiert und sind auf eine regelmäßige Kommunikation mit ihren Familien und Arbeitgebern angewiesen, um die Moral aufrechtzuerhalten und ihr Wohlergehen zu gewährleisten. Die Regierung von Hongkong hat noch keine offizielle Erklärung über die spezifischen Auswirkungen der Krise auf die lokalen Schifffahrtsinteressen abgegeben.
Während der Konflikt andauert, bleibt das Schicksal der gestrandeten Schiffe und ihrer Besatzungen ein dringendes Thema für die Schifffahrtsindustrie und die politischen Entscheidungsträger weltweit.
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