Nach Rekordregenfällen im Osten Japans sind mindestens vier Menschen gestorben, Tausende sitzen am Flughafen Narita fest und Verkehrsnetze sind gestört. Die von Beamten als "beispiellos" bezeichnete Sintflut traf am Donnerstag in der Region Chiba, löste Erdrutsche, Stromausfälle und schwere Störungen des täglichen Lebens aus. Nach Angaben des Katastrophenschutzbüros der Präfektur Chiba stieg die Zahl der Todesopfer am Freitag auf sechs, wobei zwei weitere Todesfälle bestätigt wurden.
Mehr als 26.000 Haushalte in der Region blieben ohne Strom, während fast 45 Häuser in Städten wie Ichikawa, Kashiwa und Sakura vollständige Überschwemmungen erlitten, wobei weitere 39 unter ihren Böden Wasserschäden erlitten. Das Sturmsystem brachte in der Region heftige Regenfälle, was die japanische Wetterbehörde veranlasste, die höchste Warnung vor starkem Regen für das Chiba-Gebiet zu erlassen, eine Bezeichnung, die zum ersten Mal in der aufgezeichneten Geschichte verwendet wurde. Beamte warnten, dass die Intensität des Niederschlags eine ernsthafte Bedrohung für die Infrastruktur und die Sicherheit darstellt.
In der Stadt Kashiwa wurden Fahrzeuge in Flutwasser getaucht, das die Höhe von Autoscheinwerfern erreichte, was die lokalen Behörden dazu zwang, mehrere Straßen zu schließen und die öffentlichen Verkehrsmittel auszusetzen. Der Flughafen Narita wurde zum Schwerpunkt der Krise, wobei etwa 6.000 Reisende über Nacht festsaßen, nachdem Flüge storniert oder verzögert wurden. Die Passagiere mussten in den Terminals schlafen, Schlafsäcke von Flughafenpersonal benutzen und in langen Schlangen für Check-in-Verfahren warten.
Ein britischer Reisender, der als Philip identifiziert wurde, erzählte seine Tortur und beschrieb eine anstrengende neunstündige Reise mit einer Taxifahrt, bevor er schließlich den Flughafen erreichte. Er sagte, er habe versucht, sich auszuruhen und Streaming-Inhalte zu sehen, während er auf weitere Updates zu den Reisevorkehrungen wartete.
In der Zwischenzeit zeigten Berichte, dass die höchsten Warnhinweise für starken Regen bis Freitagmorgen auf Stufe vier reduziert worden waren, was eine leichte Lockerung der Bedingungen signalisiert, obwohl die Gefahr weiterer Komplikationen besteht. Der Vorfall hat die Aufmerksamkeit auf die zunehmende Häufigkeit und Schwere extremer Wetterereignisse gelenkt, die mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel verbunden sind. Wissenschaftler betonen, dass die globale Erwärmung zu intensiveren und längeren Stürmen beiträgt und Bedenken hinsichtlich zukünftiger Vorbereitungs- und Widerstandsfähigkeitsmaßnahmen aufwirft. Die lokalen Behörden überwachen die Situation weiterhin genau und koordinieren die Bemühungen, die wesentlichen Dienstleistungen wiederherzustellen und die betroffenen Gemeinden zu unterstützen.
Da die Sanierungsarbeiten bereits im Gange sind, konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf die Bewertung des Schadens und die Umsetzung von Strategien, um ähnliche Katastrophen in der Zukunft zu verhindern.
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