Forscher der Technischen Universität München (TUM) nutzten Satellitendaten, um einen beispiellosen Verlust an überirdischer Biomasse in den Wäldern Europas seit 2018 zu ermitteln. Die in Nature Geoscience veröffentlichte Studie ergab, dass die Biomasseverluste nach 2018 stark zugenommen haben, wobei Europa im Vergleich zu 19852012017 jährlich 46% mehr Biomasse pro Hektar verliert. Dieser Trend ist auf klimabedingte Faktoren zurückzuführen, einschließlich der Verschlechterung der Dürrebedingungen, die den Ausbruch von Rindenkäfern verstärkt haben. Während sowohl menschliche Aktivitäten wie Holzeinschlag als auch natürliche Störungen zum Biomasseverlust beitragen, betonen die Forscher, dass klimabedingte Ereignisse die Hauptursache für den jüngsten Anstieg sind. Sie warnen, dass die zunehmende Häufigkeit solcher Ereignisse die Fähigkeit Europas, als Kohlenstoffsenke zu fungieren, bedroht und fordern die Anpassung der Waldbewirtschaftungsstrategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse ohne offensichtliche ideologische Neigung. Er diskutiert die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder und fordert eine anpassungsfähige Waldbewirtschaftung, nimmt jedoch keine parteiische Haltung zu politischen Lösungen ein.






