Drei Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen haben Bedenken hinsichtlich des von der Wahlkommission Indiens (ECI) durchgeführten Special Intensive Revision (SIR) -Prozesses geäußert, der zur Massenlöschung der Namen muslimischer Wähler aus den Wählerlisten geführt hat. Die Berichterstatter hoben hervor, dass dieser Prozess die Minderheitengemeinschaften unverhältnismäßig stark beeinträchtigt und Alarm über die Verwendung von KI-gestützten Systemen auslöst, denen es an Transparenz mangelt. Sie stellten fest, dass hochrangige Regierungsbeamte, einschließlich des Innenministers der Union, diese Löschungen als "illegale Einwanderer aus Bangladesch" bezeichnet haben, die möglicherweise legitime indische muslimische Bürger mit Ausländern vermischen. Der Bericht wies insbesondere auf die erheblichen Auswirkungen von SIR in Westbengalen hin, wo in der Wahlkreis Nandigram 95% der gelöschten Wähler Muslime waren, obwohl nur 25% der Wähler ausmachten. Die Mitteilung betonte auch mögliche Verletzungen internationaler Menschenrechtsverträge und stellte der indischen Regierung sieben Fragen und forderte detaillierte Informationen über die betroffenen Wähler und den Prozess.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In dem Artikel wird das Thema als ernsthaftes Menschenrechtsproblem dargestellt, wobei die überproportionalen Auswirkungen auf muslimische Wähler hervorgehoben und die Rhetorik der Regierung zu "illegalen Einwanderern aus Bangladesch" kritisiert werden.





