Ein am Freitag veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen beschreibt die weit verbreitete sexuelle Gewalt, die von russischen Streitkräften seit Beginn der Invasion im Februar 2022 gegen Zivilisten und Kriegsgefangene in der Ukraine verübt wurde. Der Bericht identifizierte 1.004 bestätigte Fälle von sexueller Gewalt im Zusammenhang mit dem Konflikt, wobei 89% den russischen Streitkräften zugeschrieben wurden, darunter Angehörige der Streitkräfte, des Gefängnisses und der Sicherheitsbehörden, und 11% mit ukrainischen Streitkräften verbunden waren. Der Bericht betonte Missbräuche wie Gruppenvergewaltigung, Genitalverstümmelung und die Verwendung von Elektroschocks an den männlichen Genitalien und stellte fest, dass die meisten Opfer Männer waren, insbesondere Kriegsgefangene. Die Vereinten Nationen betonten, dass die Ergebnisse unvollständig sind, da die russischen Behörden zu wenig berichteten und den Zugang zu besetzten Gebieten beschränkt haben. Das Außenministerium der Ukraine begrüßte den Bericht, sprach aber nicht über die Vorwürfe gegen die ukrainischen Streitkräfte.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel befasst sich mit dem Thema vor allem unter dem Gesichtspunkt der russischen Verantwortung und betont das Ausmaß der angeblichen Gräueltaten der russischen Streitkräfte, während die geringe Anzahl von Vorfällen mit ukrainischen Streitkräften heruntergespielt wird.





