Der Tod von Sašo Milenkovski hat in der makedonischen und breiteren balkanischen Theatergemeinschaft Schockwellen ausgelöst. Laut Familienquellen, die dem Portal "Sloboden pečat" bestätigt wurden, verstarb der renommierte Bühnenregisseur nach einer langen Krankheit.
1963 in Bitola geboren, gilt Milenkovski als einer der bedeutendsten makedonischen Regisseure seiner Generation. Er begann seine berufliche Laufbahn noch vor Abschluss seines Studiums an der Fakultät für Dramatische Künste in Skopje, indem er sich einem multinationalen Projekt namens KPGT in Subotica anschloss, wo er von 1988 bis 1991 arbeitete. In den 1990er Jahren spielte er eine zentrale Rolle bei der Einführung neuer Ästhetik und frischer Ausdrücke auf die makedonische Bühne und trug wesentlich zur Entwicklung der makedonischen Dramaturgie bei.
Milenkovski leitete mehr als 50 Stücke, darunter Werke von William Shakespeare, Molière, Fjodor Dostojewski und Samuel Beckett sowie zahlreicher zeitgenössischer Autoren. Eine seiner bemerkenswertesten Leistungen war die Regie des Stücks "Balkan nije mrtav" von Dejan Dukovski, das 1992 im Nationaltheater in Bitola uraufgeführt wurde.
Ein weiterer großer Erfolg kam mit der Produktion von "Kure Barut" im Jahr 1994 am Macedonian National Theatre, die Dukovskis dramatisches Vermächtnis weiter festigte. Sein umfangreiches Repertoire umfasst auch Stücke wie "Tetovirane duše", "Crna rupa", "Bahanalije", "Lični oglasi", "Kandid u zemlji čuda", "Sinegonda u Karlalandu" und "Job". Neben der Regie schrieb er mehrere dramatische Texte, darunter "Božić", "Igra got jeova", "Deus Ex Machina" und "Ovo nije američki film", die alle erfolgreich in der Theaterszene aufgeführt wurden.
Im Jahr 1999 gründete Milenkovski das unabhängige Theater "Vavilon" und leistete einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des unabhängigen Theaters in Nordmazedonien.
Seine Dramen "Zločin i kazna" und "Niš ekspres" wurden ebenfalls mit Preisen ausgezeichnet. Milenkovski hinterlässt ein reiches künstlerisches Vermächtnis, viele preisgekrönte Stücke und einen starken Einfluss auf die Entwicklung des mazedonischen Theaters.
Er war mit der Schauspielerin Biljana Beličanec verheiratet, die 2019 verstarb, und war der Vater der Regisseurin Hanja Milenkovska.
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