Ungefähr 1,35 Millionen ukrainische Kriegsflüchtlinge leben seit fast viereinhalb Jahren seit der groß angelegten Invasion Russlands in Deutschland. Während ihre Beschäftigungsquote 50 Prozent überschritten hat, bleiben die Integrationsbemühungen Deutschlands im Vergleich zu anderen Ländern bescheiden. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung verschwendet Deutschland potenzielle Chancen für eine bessere Arbeitsintegration ukrainischer Flüchtlinge. Die Studie hebt den restriktiven beruflichen Zugang und Arbeitgeber hervor, die die ukrainischen Qualifikationen als Haupthindernisse unterschätzen. Osteuropäische Nachbarn wie Polen und die Tschechische Republik haben deutlich höhere Beschäftigungsquoten erzielt - jeweils 68% und 66%, verglichen mit den Einkommen Deutschlands von 39%. Diese Länder bieten ukrainischen Flüchtlingen auch Löhne an, die näher am lokalen Durchschnitt liegen, während Deutschland bei 50% zurückbleibt. Trotz der Versprechen langsamerer, aber nachhaltigererter Integrationskurse durch Sprachkurse und -Bewährungsmaßnahmen sind die Ergebnisse begrenzt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen ausgewogenen Überblick über die Integration der ukrainischen Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt und vergleicht die Leistung Deutschlands mit der von Polen und der Tschechischen Republik.



