Die Ukraine hat die russische Zeichentrickserie Masha and the Bear sanktioniert, was eine neue Front in ihren Bemühungen zur Bekämpfung des vermeintlichen pro-russischen Einflusses darstellt. Die Entscheidung wurde vom ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyy durch ein am Donnerstag unterzeichnetes Dekret angekündigt, das auf die Schöpfer und Distributoren der beliebten Show abzielt. Die Sanktionen zielen darauf ab, den Zugriff auf die Inhalte innerhalb der Ukraine rechtlich zu verhindern und ihre globale Verbreitung und Monetarisierung zu begrenzen. Die von dem russischen Studio Animaccord produzierte Show ist seit langem ein Grundnahrungsmittel für Kinderunterhaltung, wobei allein ihr YouTube-Kanal über 37 Milliarden Aufrufe verzeichnet.
Die Sendung dreht sich um ein schelmisches junges Mädchen namens Masha und ihren älteren Zirkusbären, der eine Mischung aus Humor und herzerwärmenden Momenten bietet. In den letzten Jahren wurde die Sendung jedoch von ukrainischen Beamten und westlichen Verbündeten kritisiert, die argumentieren, dass sie als Werkzeug für die russische Soft Power dient. Die ukrainische Kulturministerin Tetyana Berezhna erklärte auf der Social-Media-Plattform X, dass die Sanktionen rechtliche Grundlagen schaffen, um den Inhalt in der Ukraine zu blockieren und internationale Plattformen dazu zu bewegen, seine Monetarisierung und Verbreitung zu beschränken.
Diese Haltung spiegelt die größere Besorgnis der Ukraine und ihrer Verbündeten über das Potenzial russischer Kultur-Exporte wider, die pro-russischen Gefühle subtil zu verstärken, insbesondere bei jüngeren Zuschauern. Der Schritt erfolgt angesichts der anhaltenden Spannungen nach der russischen Invasion der Ukraine, die im Februar 2022 begann. Seitdem hat die Ukraine zahlreiche Maßnahmen zur Begrenzung der Verbreitung russischer Medien ergriffen, einschließlich staatlicher Boykotte und diplomatischen Drucks auf ausländische Plattformen. Im Juni erhob die Ukraine Einwände gegen den Erwerb der Streaming-Rechte für neue Staffeln von Masha and the Bear durch Netflix.
Die Sorge war, dass ein solcher Deal die Präsenz der Show auf den globalen Märkten weiter festigen und möglicherweise die Bemühungen der Ukraine zur Isolierung des russischen kulturellen Einflusses untergraben könnte. Der ukrainische YouTube-Kanal, der Masha und dem Bären gewidmet ist, war laut Ukrainska Pravda zuvor einer der beliebtesten Kinderkanäle des Landes. Nach jüngsten Berichten verfügt der Kanal über über 18 Millionen Abonnenten, was seine massive Reichweite und Attraktivität unterstreicht. Trotz dieser Zahlen behauptet die ukrainische Regierung, dass die Show eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellt, indem sie Narrative fördert, die mit russischen Interessen übereinstimmen.
Er sprach sich nicht direkt mit den Anschuldigungen der Propaganda auseinander, sondern formulierte die Popularität der Sendung eher als eine Reflexion universeller Werte als politischer Botschaften. Die Sanktionen stellen eine weitere Schicht der Strategie der Ukraine dar, dem russischen kulturellen Einfluss zu widerstehen und sich an die breiteren internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Verbreitung russischer Medien zu orientieren.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden