Der neue Gleichstellungskodex, der heute (5. August) von der britischen Regierung eingeführt wurde, hat von Trans-Interessengruppen und einigen Mitgliedern des Parlaments sofortige Kritik ausgelöst, die ihn als chaotisch, grausam und einen großen Rückschlag für Trans-Rechte bezeichnen. Der aktualisierte Gleichstellungs- und Menschenrechtskommissionscode (EHRC) trat trotz der Bemühungen von über 160 Abgeordneten, viele von der Labour Party, um seine Umsetzung zu blockieren, in Kraft. Zu diesen Abgeordneten gehören mehr als 90 Labour-Hinterbänker, die sich intern gegen die Politik aussprachen. Der überarbeitete Kodex skizziert Richtlinien für verschiedene Sektoren, einschließlich Sport, Gesundheitswesen und öffentliche Dienstleistungen, und behandelt, wie Organisationen mit Fragen im Zusammenhang mit Geschlecht und Geschlechtsidentität umgehen sollten.
Im Sport legt der Kodex fest, dass Transgender-Personen aufgrund ihres Geburtsgeschlechts und nicht aufgrund ihrer Geschlechtsidentität antreten sollten. Für Gesundheitsdienste erlaubt der Kodex Krankenhäusern, Transgender-Patienten bei Bedarf rechtlich von Einzelkrankenhäusern auszuschließen. Alexandra Parmar-Yee, Direktorin der Trans+ Solidarity Alliance, äußerte sich zutiefst besorgt über die Auswirkungen des neuen Kodex. Sie warnte, dass die Politik Transgender-Personen erheblichen Schaden zufügen könnte, indem sie ihren Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen einschränkt und ein Umfeld schafft, in dem sie sich in öffentlichen Räumen unwillkommen und unsicher fühlen.
"Trans-Menschen werden aus den Dienstleistungen, die sie brauchen, ausgeschlossen sein, sich unwillkommen und unsicher in öffentlichen Räumen fühlen. Unser Leben wird sich kleiner und prekärer anfühlen", erklärte Parmar-Yee. Die Leitung des Trans-Rechtsprojekts, Jess OhomThomson, kritisierte die Regierung, weil sie sich auf Trans-Menschenrechte zurückgezogen hat. Er stellte fest, dass die Labour-Regierung die transphobe Anleitung trotz des Widerstands zahlreicher Abgeordneter, darunter fast 100 ihrer eigenen Backbencher, umgesetzt hatte. OThomson argumentierte, dass die Politik nicht nur schädlich, sondern potenziell rechtswidrig und im Widerspruch zu den Menschenrechtsprinzipien sei.
Sie lehnten es ab, eine Zukunft zu akzeptieren, in der ihre Rechte systematisch erodiert werden, während die Verantwortlichen behaupten, dass keine wesentlichen Veränderungen stattgefunden haben. Die Gruppe betonte, dass ihre Rechte nicht verhandelbar sind und dass ihre Existenz nicht Gegenstand politischer Debatten sein sollte. Sie versprachen, sich allen Versuchen zu widersetzen, ihre Rechte zu demontieren, und betonten, dass Gleichheit keine ständige Verteidigung erfordern sollte. Die aktualisierten Leitlinien umfassen über 300 Seiten und decken neun geschützte Merkmale ab, darunter Alter, Geschlecht, Behinderung, Rasse und Geschlechtsumwandlung. Dies ist die erste umfassende Aktualisierung des Codes seit 2011.
Die Leitlinien wurden im Anschluss an ein wegweisendes Urteil des Obersten Gerichtshofs im April 2025 herausgegeben, in dem klargestellt wurde, dass sich die Begriffe "Frau" und "Geschlecht" im Gleichstellungsgesetz 2010 auf biologische Definitionen beziehen.
Es stellt auch fest, dass es "wahrscheinlich weder praktisch noch angemessen" ist, Einzelpersonen nach ihrem Geschlecht in Bezug auf zufällige Einrichtungen wie Toiletten zu fragen.
Kritiker argumentieren, dass die Politik zu Verwirrung und potenzieller Diskriminierung führt, so dass Organisationen unsicher sind, wie sie sich daran halten können, ohne die Rechte anderer zu verletzen.
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