Jason Arday, der 2023 der jüngste schwarze Professor an der Universität Cambridge wurde, wurde am Freitag tot in seinem Haus in London aufgefunden. Er war 41 Jahre alt. Arday hatte nur wenige Tage vor seinem Tod von seiner Position als Professor für Soziologie der Bildung zurückgetreten, unter Berufung auf die "unerbittlichen Anschuldigungen, Spekulationen und öffentlichen Kommentare", die einen "tiefen Tribut" für ihn und seine Lieben gefordert hatten.
Ardays plötzlicher Tod kommt inmitten einer zunehmenden Kontrolle über seine akademischen Referenzen und persönlichen Ansprüche. Fragen zu seinen Qualifikationen entstanden im vergangenen Monat, als Nathan Cofnas, ein ehemaliger Cambridge-Philosophieforscher, der wegen der Kritik an der Diversity, Equity and Inclusion (DEI) -Politik ausgeschlossen worden war, Ähnlichkeiten zwischen Ardays Doktorarbeit von 2015 und einer früheren Arbeit eines anderen Forschers aufzeigte.
Diese Ergebnisse verstärkten die öffentliche Debatte über die Gültigkeit von Ardays akademischer Arbeit und die Strenge seiner Ernennung in Cambridge. Arday hatte lange behauptet, dass er erhebliche persönliche Herausforderungen überwunden hatte, darunter Dyslexie, Entwicklungsverzögerungen und Autismus, von denen er behauptete, dass sie ihn bis zum Alter von 11 Jahren nicht sprachlich und bis zu seinen späten Teenagerjahren analphabetisch machten. 5 Millionen für wohltätige Zwecke durch solche Bemühungen. Diese Behauptungen wurden jedoch später überarbeitet und es wurden Fragen zur Richtigkeit seiner Spendenaktion gestellt.
Am 5. August kündigte Cambridge an, eine interne Untersuchung über die Umstände seiner Ernennung einzuleiten. Stunden später reichte Arday seinen Rücktritt ein und bestand darauf, dass er unschuldig an Plagiaten sei, aber erkannte die emotionale und psychologische Belastung an, die ihm durch die Prüfung auferlegt wurde.
Kritiker argumentieren, dass Ardays Einstellung möglicherweise durch seine rassische Identität und persönliche Erzählung beeinflusst wurde, anstatt rein auf der Grundlage von akademischen Verdiensten. Einige Akademiker und Unterstützer haben vorgeschlagen, dass die intensive Berichterstattung in den Medien und die Vorwürfe gegen Arday unverhältnismäßig hart waren, insbesondere angesichts seines Status als schwarzer Professor in einer historisch weiß dominierten Institution. Andere behaupten, dass die Prüfung gerechtfertigt und notwendig war, um die Rechenschaftspflicht innerhalb der akademischen Gemeinschaft zu gewährleisten. Ardays Familie drückte tiefen Kummer über seinen Tod aus und beschrieb ihn als hingebungsvollen Vater, Partner, Bruder, Onkel und Sohn.
Die Universität und die Universitätsverwaltung in Cambridge erklärten, dass Arday während seiner Zeit in Cambridge eine "Kampagne anhaltenden Missbrauchs" und "Fehlinformationen" ertragen habe. Sie betonten, dass Arday immer versucht habe, das Beste in anderen zu sehen und von der unerbittlichen Natur der Angriffe gegen ihn tief betroffen gewesen sei. Die Vizekanzlerin von Cambridge, Deborah Prentice, drückte ihre "verzweifelte Traurigkeit" über die Nachricht aus und bestätigte, dass die Universität eine gründliche Überprüfung ihrer Einstellungspraktiken und der Umstände rund um Ardays Beschäftigung durchführen würde.
Ardays Tod hat eine Welle von Reflexion und Diskussion in ganz Großbritannien und darüber hinaus ausgelöst. Während einige eine tiefere Untersuchung des Drucks gefordert haben, mit dem Farbwissenschaftler in der Wissenschaft konfrontiert sind, haben andere zur Vorsicht bei der Schlussfolgerung über die Ursachen seines Todes aufgefordert.
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