Die Türkei und Saudi-Arabien kündigten auf der bevorstehenden COP31-Klimakonferenz in Antalya Pläne zur deutlichen Ausweitung ihrer Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien an, mit einer neuen Vereinbarung, die darauf abzielt, gemeinsame Projekte für erneuerbare Energien auf 5.000 Megawatt zu erhöhen.
Bayraktar betonte, dass das Land in den letzten 25 Jahren bereits erhebliche Fortschritte in den Bereichen Energie und Bergbau erzielt hat. Unter der Führung von Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Türkei ihre installierte Stromkapazität von 32.000 Megawatt auf 126.000 Megawatt vervierfacht, wobei in den letzten 24 Jahren rund 95.000 Megawatt neue Kapazität in Betrieb genommen wurden. Diese Entwicklungen positionieren die Türkei als Europas drittgrößten Stromproduzenten, hinter Frankreich und Deutschland, sowohl in Bezug auf die Erzeugung als auch auf den Verbrauch.
Neben der Ausweitung der Initiativen für erneuerbare Energien hob Bayraktar die Fortschritte bei der Produktion fossiler Brennstoffe hervor, darunter eine Verdreifachung der Ölförderung und eine neunfache Steigerung der Erdgasproduktion. Die Mineralexporte sind auch um das Zehnfache gestiegen, was die Bemühungen des Landes zur Stärkung seiner ressourcenbasierten Wirtschaft widerspiegelt.
Die Regierung geht davon aus, dass die Erdgasproduktion im Schwarzen Meer in diesem Jahr verdoppelt und bis 2028 vervierfacht wird. Bis 2028 prognostizierte Bayraktar, dass inländisches Erdgas 17 Millionen Haushalte mit Energie versorgen würde. Im Südosten der Türkei hat das Gabar-Ölfeld 83.000 Barrel pro Tag überschritten und mehr als 3.500 Arbeiter beschäftigt, von denen viele Einheimische sind. Der Minister beschrieb Gabar als einen Mikrokosmos einer "Terrorfreien Türkei" und betonte, wie die Beseitigung des terroristischen Einflusses das Wirtschaftswachstum, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die regionale Entwicklung vorangetrieben hat.
Die Exploration für unkonventionelle Ölressourcen in Diyarbakır ist ebenfalls im Gange, wobei die potenziellen Reserven schätzungsweise zwei- bis dreimal so groß sind wie die von Gabar.
Inmitten der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere in Bezug auf die Straße von Hormuz, stellte Bayraktar fest, dass die Situation Möglichkeiten für die Diversifizierung von Energierouten und die Beschleunigung langjähriger Infrastrukturprojekte bieten könnte. Die Diskussionen während des jüngsten Besuchs des irakischen Premierministers Ali Falih al-Zaidi in der Türkei konzentrierten sich auf die Nutzung der Häfen und Terminals der Türkei, wie beispielsweise des Ceyhan-Terminals, um irakisches Öl auf die Weltmärkte zu transportieren. Darüber hinaus wurden mögliche Wege für katarisches Gas über Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien sowie Routen durch den Irak und das Projekt Development Road diskutiert.
Die Möglichkeit, dass kuwaitisches Öl in die Türkei gelangt, wurde ebenfalls in Betracht gezogen, was die strategische Bedeutung regionaler Energiekorridore weiter verdeutlicht. Diese Entwicklungen unterstreichen die sich entwickelnde Landschaft der Energiediplomatie, wobei die Türkei eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen Energiedynamik im Nahen Osten und darüber hinaus spielt.
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